Für Liebhaber
Der gebürtige Niederbayer Mayr, der als Johann Simon geboren wurde und sich später, eine Verbeugung vor seiner italienischen Wahlheimat, Giovanni Simone nannte, hat rund 60 Opern hinterlassen. Eine Reihe davon liegt auf Tonträgern vor. In jüngerer Zeit hinzugekommen: sein Operndebüt «Saffo», uraufgeführt 1794 im Fenice (wo Mayr selbst Geige spielte), und «Amore non soffre opposizioni», das 1810 ebenfalls in Venedig, allerdings am Teatro San Moisè, seine Premiere erlebte.
Als dritte Veröffentlichung kommt eine Neueinspielung von «Medea in Corinto» hinzu, aufgenommen mit dem Orchestra Internazionale d’Italia und dem Philharmonic Orchestra of Cluij-Napoca unter Fabio Luisi (von dieser beim Festival della Valle d’Itria von Benedetto Sicca inszenierten Produktion liegt wahlweise auch eine DVD vor).
Der Dirigent der beiden erstgenannten Werke heißt Franz Hauk und ist der Gründer des Simon-Mayr-Chors sowie ehemaliger Geschäftsführer der Mayr-Gesellschaft. In «Saffo» leitet er das Concerto de Bassus (dessen Name auf Mayrs Freund und Gönner Thomas de Bassus anspielt), bei «Amore» das East-West European Festival Orchestra. Gerade bei «Saffo», einem deutlich vom inzwischen betagten «Opera ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Christoph Vratz
Es ist geradezu bizarr, mit welcher Vehemenz das autoritäre Orbán-Regime den 60. Jahrestag des Oktober-Aufstands 1956 feiert. Allerdings profitieren einige etablierte Kunstsparten von der ideologischen Enteignung der historischen Ereignisse. So widerfuhr beispielsweise dem im Juli dieses Jahres verstorbenen finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara posthume...
Was wäre unsere Kenntnis der französischen Musikgeschichte ohne den Palazzetto Bru Zane? Die Stiftung der Pharma-Milliardärin ist nun auch für die wichtige Berlioz-Briefausgabe eingesprungen. Eine beeindruckende editorische Leistung findet so beim Verlag Actes Sud zum würdigen Abschluss: Zwischen 1972 und 2003 waren in acht Bänden knapp 4000 Briefe publiziert...
Ein Appetithappen nur. Aber wenn diese weiter so ausfallen, wächst der Hunger aufs Festmahl ins Übergroße. Zur Saison 2020/21 erst übernimmt Yannick Nézet-Séguin den Musikdirektorposten an der Met. Im Graben ist er dort schon seit einiger Zeit aktiv, unter anderem mit Verdis «Otello». Im Oktober 2015 offerierten die New Yorker ihre Neuproduktion als...
