Frauenlist und -leiden

Pergolesi: La serva padrona/Stabat Mater
FRANKFURT| OPER

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Zu den fatalen Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie gehören nicht nur rechte Verschwörungstheorien, sondern auch parareligiöse Rechtfertigungsversuche: Das Virus käme quasi zur rechten Zeit, um die fehlgeleitete Menschheit zur Umkehr zu bewegen, denn von «Fortschritt», Liberalität, Konsum und Reisen gelte es  Abschied zu nehmen. Doch in Anbetracht unzähliger Toter und wirtschaftlicher Desaster bleibt das zynisch: An der Katastrophe ist definitiv nichts Positives. Gleichwohl zeitigt sie einige nicht gar so negative Nebenwirkungen – und immerhin vertretbare Umdispositionen.

So hatte die Frankfurter Oper Offenbachs «Banditen» angekündigt, nicht eben häufig gespielt und allemal attraktiv. So schade es war, dass die Produktion ausfallen musste: Der Ersatz versöhnte mit der Enttäuschung. Denn wann hat man schon einmal Gelegenheit, die beiden Hauptwerke Pergolesis als Doppel zu erleben.

Giovanni Battista Pergolesi gehört zu den bekannten Unbekannten der Musikgeschichte. Der Name taucht zwar immer wieder auf, doch selbst Musik-Affine verbinden mit ihm allenfalls die Titel seiner Schlüsselwerke, der Buffa «La serva padrona» und des sakralen «Stabat Mater». Zufall ist dies keineswegs, ...

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Opernwelt Dezember 2020
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Gerhard R. Koch

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