Faserland

Anmerkungen zu einem Heimat-Aufsatz von Stefan Drees

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Bedřich Smetanas all-time-favourite «Die Moldau» steht zwar von der rezeptionsmäßigen Wunschkonzert-Wahrnehmung her gewissermaßen «für sich», stammt aber aus dem Orchesterzyklus «Má vlast» («Mein Vaterland»). Mit Begriffen wie «Vaterland» und «Heimat» haben wir in Deutschland unsere verständlichen Probleme. Musikwissenschaftler Stefan Drees betrachtet den musikalischen «Heimatbegriff» in einem gesondert beim Wolke-Verlag erschienenen Aufsatz von einer anderen Warte. Drees will nicht an «aktuelle Diskussionen» anknüpfen.

Vielmehr bezieht er sich auf einen 2004 publizierten Aufsatz von Peter Andraschke («Heimat, die ich meine»), worin dieser wiederum drei Kompositionen der 1980er-Jahre genau unter die («Heimat»-)Lupe nimmt.

Fast ist man etwas «enttäuscht», dass Drees’ Aufsatz nicht übliche, sensationslüsterne «Versprechen» einlöst, sondern rein musikimmanent, ja, sogar Neue-Musik-immanent bleibt. Bei ihm geht es zunächst um die Komposition «Heimat. Sieben Skizzen und ein Epilog» von Stefan Heucke, deren fünfter Satz mit «B B B» überschrieben ist. Gemeint sind Bach, Beethoven und Brahms, laut Komponist: «Vaterfiguren der deutschen Musik», die im Werk entlang ihrer musikalischen ...

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Opernwelt 2023
Rubrik: Magazin, Seite 92
von Arno Lücker

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