Es geht bergauf
Nach zwei eher schwierigen Jahren versuchen die Trierer Antikenfestspiele wieder Fuß zu fassen. Mit einem neuen, aufwändigen Raumkonzept im römischen Amphitheater und der Rückkehr zum inhaltlichen Angebot der Gründerjahre – «große Oper» als Hauptattraktion, Schauspiel als Ergänzung – konnte man verlorenes Terrain zurückerobern, trotz schwieriger Wetterbedingungen.
Nachdem Gerhard Weber, der Intendant des Stadttheaters, die Festspiele vom Gründer Heinz Lukas-Kindermann übernommen hatte, war er mit Musical-Experimenten und einer wenig glücklichen Repertoire-Auswahl auf Grund gelaufen: Zuletzt hatte das Festival nur noch halb so viele Besucher angelockt wie in guten Jahren.
Mit der Produktion von «Samson und Dalila» war es nach vielen Anläufen 2007 gelungen, endlich die Zuschauertribünen auf die Ränge des Amphitheaters zu verlegen. Zuvor hatte das Publikum aus Denkmalschutzgründen im Innenraum Platz nehmen müssen, was das optische und akustische Erlebnis erheblich einschränkte. Erstmals stand nun die komplette Innenfläche für ein monumentales Bühnenbild zur Verfügung. Aus dem benachbarten Luxemburg wurde Star-Architekt Francois Valentiny (Kleines Festspielhaus Salzburg) geholt, der ...
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