Ein-Blicke
Wiesbaden
«Il trovatore»
Das Stück ist ein einziges Rätsel. Seine Dramaturgie geradezu verstörend. Doch gerade aus dieser erheblichen Unwucht und der fehlenden Stringenz der Handlung bezieht Verdis vierte Oper ihren enormen Reiz. Weil sie Assoziationen freisetzt, Traumwelten kreiert, Spielräume eröffnet. Die auch der Regisseur Philipp M. Krenn für seine farben- und anspielungsreiche Inszenierung nutzte, die indes nur bis zur Klavierhauptprobe im März 2020 gedieh und seither «auf Halde» liegt. Hoffentlich nicht mehr lange.
Berlin | Konzerthaus
«SchattenGold»
Ein Mann verkauft seinen Schatten. Und leidet fortan. Jeder kennt die Geschichte des armen Peter Schlemihl. Matan Porat (Komposition) und Olga Myschkina (Libretto) haben sich des Stoffes bemächtigt und ihn neu gedacht. «SchattenGold» lautet der zauberhafte Titel dieses Abends, bei dem Dan Tanson Regie führt, Christin Vahl die Ausstattung besorgte und Katrin Bethge die Projektionen schuf. Mitte April soll Premiere sein ...
München
«Der Freischütz»
Didaktik will gelernt, geübt und auch ein bisschen gekonnt sein. Die merkwürdige Art und Weise von Didaktik, die sich Dmitri Tcherniakov für seine distanziert-kaltschnäuzige, nur für ...
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Opernwelt April 2021
Rubrik: Im Focus, Seite 32
von Red.
Sehnsuchtsort
Wer nur einmal in dieser Stadt war, wird sie kaum mehr missen wollen. Venedig, das ist nicht nur eine Perle der Architektur, das ist zudem der Ort, an dem zahllose Komponisten wirkten: Barbara Strozzi, Antonio Caldara, Tomaso Albinoni und natürlich Antonio Vivaldi. Venedig ist voll von ihren Werken, vom Geist dieser Schöpfungen. Ein Rundgang
Temper...
Dass das Repertoire der Hamburgischen Oper am Gänsemarkt nach der erfolgreichen Ausgrabung von Georg Caspar Schürmanns «Die getreue Alceste» (OW 1/2020) weitere Schätze bereithält, zeigt die Wiederentdeckung von Christoph Graupners «Antiochus und Stratonica» beim Bremer Musikfest 2019. Das «Musicalische Schau=Spiel» des 25-Jährigen, 1708 unter dem Bandwurmtitel...
Herr Laska, Agenturen sind normalerweise Konkurrenten um die Aufmerksamkeit von Theatern, Dirigenten, Regisseuren einerseits und guten Künstlern andererseits. Wie kommt man da auf die Idee, sich zusammenzuschließen?
Als im vergangenen März die ersten Absagen kamen, fühlten sich viele plötzlich sehr auf sich selbst gestellt, weil ihre Künstler von heute auf morgen...
