Der Riesenvogel hebt ab

Valencia nimmt mit «Fidelio» sein neues Opernhaus in Betrieb

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Noch stehen ein paar Bauzäune um Santiago Calatravas «Palau des les Arts Reina Sofía» in Valencia. An Maschengittern hängen große Plakate, darauf ein Mädel im Biedermeier-Kostüm, energisch die Arme ausbreitend: «Shhhh ... comienza la ópera». Also doch. Vor einem Jahr, bei der «offiziellen Eröffnung» mit einem Galakonzert, konnte bloß ein kurzer Blick in jene Zauberkiste geworfen werden, die für Gegner des Projekts eher eine Büchse der Pandora ist (davon später). Aber nun ging’s endlich los mit der Oper.


Das Opernhaus ist die jüngste Perle, die sich Valencia aufs Kostüm seiner ­Ciudad de las Artes y Ciencias genäht hat: ein Abenteuerpark für Künste und Wissenschaften quasi, angelegt im ehemaligen Flussbett des (seit einigen Jahrzehnten umgeleiteten) Turia. Promenaden, Parks, künstliche Seen, dazu neben dem Kunstpalast das Museum der Wissenschaften, das Planetarium, ein IMAX-Kino und das Oceanográfico, Europas größter Meerestierpark – Letzterer als einziger Bau dieses Ensembles nicht von Calatrava, sondern von Felix Candela.
Der Palau gefällt sich in weißem Beton, Keramik, Glas und Stahl mit geschwungenen, schwerelosen Formen – stete Bewegung suggerierend, als könne das Gebilde jeden ...

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Opernwelt Januar 2007
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Gerhard Persché

Vergriffen
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