Das sagt sich so leicht nicht

Staatstheater? Nationaltheater? Privattheater? Die Frage, was die Bayreuther Festspiele eigentlich künftig sein wollen, ist zwischen den handelnden Parteien umstritten. Eine Bestandsaufnahme

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Das «Rheingold» wird in diesem Jahr bei den Bayreuther Festspielen endlich einmal am Wasser stattfinden, wenngleich nicht am Rhein, sondern nur am kleinen Teich im Festspielpark. Und auch die Musik für die Inszenierung des Puppenspielers und Regisseurs Nikolaus Habjan wird nicht von Richard Wagner sein, sondern vom zeitgenössischen Komponisten Gordon Kampe. Nachdem die geplante Neuinszenierung der «Ring»-Tetralogie bereits im letzten Jahr Pandemie-bedingt ausfiel, hat Festivalchefin Katharina Wagner das Bayreuther Kernstück für diesen Sommer in seine Einzelteile zerlegt.

Der unter anderem für seine experimentellen Musiktheaterproduktionen bekannte Jay Scheib wird sich in einer multimedialen Arbeit mit dem «Siegfried» beschäftigen, die bildende Künstlerin Chiharu Shiota im Festspielpark eine Installation zur «Götterdämmerung» einrichten. Im Festspielhaus selbst dagegen wird vom «Ring» nur die «Walküre» zu sehen oder mindestens zu hören sein. Denn der Aktionskünstler Hermann Nitsch soll sie dort keineswegs inszenieren, sondern nur «gestalten», wie es in der Ankündigung heißt – was wohl auf eine Art Parallelaktion zur Musik hinauslaufen dürfte.

Man darf gespannt sein, ob Monika ...

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Opernwelt März 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 12
von Michael Stallknecht

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