Das globale Spektakel

Unter dem Einfluss der digitalen Medien überschreitet die Oper alle Grenzen. Doch zugleich findet sie auch zu sich zurück. Eine Tour d’Horizon vom frühen Musikfilm zu aktuellen Formen des Home Entertainments

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Opernfilme, Musikfilme überhaupt, gibt es, so lange es den Tonfilm gibt. Doch sie galten jahrzehntelang nur als eine Art Nebenprodukt des aktuellen Geschehens – ein Hilfsmittel zur Dokumentation von Aufführungsgeschichte für Fachleute, ein Objekt für Sammler und eine Spielwiese für Opernfreaks. Das veränderte sich mit dem Aufkommen des Bildtonträgers DVD vor rund einem Jahrzehnt. Der Opernfilm befreite sich aus den Fesseln der TV-Sendezeiten und unhandlichen Videokassetten und hielt Einzug in den Medienalltag.

Ein Blick auf die Verbreitungsgeschwindigkeit des neuen Mediums lässt etwas von der Entwicklungsdynamik erahnen, in die auch die Opernverfilmungen hineingezogen wurden. Gleich nach der Markteinführung der DVD Ende der 1990er-Jahre schnellten die allgemeinen Verkaufszahlen nach oben. Bereits 2001 wurden in Deutschland erstmals mehr DVD-Scheiben als VHS-Kassetten verkauft, und in den privaten Haushalten standen 2,8 Millionen DVD-Player, dreimal mehr als im Vorjahr. Im Umsatz steigerte sich der DVD-Verkauf von 170 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 1,381 Milliarden (davon 193 Millionen für das Nachfolgemedium BD, die Blu-ray Disc) im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum schrumpfte der ...

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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: Oper digital, Seite 78
von Max Nyffeler

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