Cinque stelle
Dezember 2009. «Inaugurazione» an der Mailänder Scala, die traditionelle Spielzeiteröffnung am Tag des Heiligen Ambrosius. Gespielt wird «Carmen» in großer Besetzung, mit Jonas Kaufmann, Erwin Schrott, Anita Rachvelishvili – und Daniel Barenboim am Pult. Regisseurin Emma Dante, eine Ikone des modernen italienischen Theaters, in der Oper aber Novizin, fordert den lautstarken Protest des Premierenpublikums heraus, obwohl ihre Interpretation nah am Stück bleibt und durch eine ungewöhnliche Bildfantasie überrascht.
Beim Schlussapplaus tritt Barenboim mit Dante vor den Vorhang, um seine Solidarität mit ihrer Arbeit zu demonstrieren. Später, auf der Premierenfeier, soll er gesagt haben: «Ich kann Ihnen garantieren, dass diese ‹Carmen› zur Legende wird.»
Er sollte recht behalten. Denn mit dieser «Carmen» begann ein neues Kapitel in der Geschichte des italienischen Musiktheaters. Eine Generation von inszenierenden Frauen hat seither die lange in Konventionen und schierer Ästhetik erstarrende Opernszene des Landes erobert; neben Emma Dante sind dies Serena Sinigaglia, Rosetta Cucchi, Silvia Paoli und Cecilia Ligorio. Gemeinsam ist ihnen nicht nur der «weibliche Blick», sondern überdies ein ...
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Opernwelt Februar 2021
Rubrik: Reportage, Seite 48
von Ekkehard Pluta
Die Königin ist selig. Die Liebe wohnt in ihren heiligen Hallen, schmückt ihre Seele, verführt sie nach längerer Entbehrung zu schönsten Tagträumen in den Armen jenes Mannes, dem sie ihr Herz geschenkt hat. Und was für eine Stimme hat dieser Auserwählte! Glockenhell, glockenklar, glockenrein, so schmiegt sich der Countertenor von Philippe Jaroussky der Herrscherin...
alpha
07.02. – 21.50 Uhr
Absolute Prokofiew (1/5)
Valery Gergiev dirigiert
Symphonie Nr. 1
S: Trifonow
14.02. – 22.00 Uhr
Absolute Prokofiew (2/5)
Valery Gergiev dirigiert
Symphonie Nr. 2 und Nr. 3
S: Toradze
21.02. – 21.45 Uhr
Absolute Prokofiew (3/5)
Valery Gergiev dirigiert
Symphonie Nr. 4, Klavierkonzert Nr. 4 und Klaviersonate Nr. 7
S: Volodin
28.02. – 21.45...
Diesem sogenannten richtigen Licht kam ich sehr nahe bei Katharina Wagners Inszenierung von «Tristan und Isolde» in Bayreuth 2015. Die Bilder trage ich immer noch in meinem Kopf – die Arbeit war ein Meilenstein in meinem beruflichen Leben. Im «Tristan» symbolisiert die Nacht bekanntlich die innerliche Welt der wahren, uneingeschränkten Liebe, im Gegensatz steht der...
