Bundeswettbewerb Gesang Berlin

Opernwelt - Logo

Heikle Sache: Ausgerechnet Stefanie Iranyi, die Gewinnerin des 1. Preises ­«Konzert», enttäuschte bei der Abschlussveranstaltung des Bundeswettbewerbs ­Gesang in der Komischen Oper Berlin. Mit Klavierbegleitung in einem kleinen Raum vor der Jury zu reüssieren, ist eben doch etwas ­anderes, als mehr als tausend Zuschauer zu ­verführen. Das gelang Peter Schöne, Erster im «Musiktheater», spielend: Als Rossini-Barbiere brachte der Bariton den Saal zum Jubeln. 239 Bewerber gab es 2004 – ein guter Jahrgang.

­Silke Schwarz traf als «Mignon»-Philine genau jenen Divertissement-Tonfall, der die Opéra comique so charmant machen kann, Martin Berner besang anrührend den «holden Abendstern». Bühnenreif ­zeigen sich auch Susanne Ellen Kirchesch mit ihrer souveränen Interpretation von Joseph Schwantners «Shadowinnower» ­sowie Tina Scherer (als Anne Trulove) mit dem sichers­ten Spitzenton des Abends.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 26
von Frederik Hanssen

Vergriffen
Weitere Beiträge
Im Aufschwung

Die Stadt der Brauereien am Rand des Reviers, die in die nichtindustriell geprägte Landschaft Westfalens hineinlappt – sie besitzt ein Theater mit Geschichte. Vor einhundert Jahren wurde es eröffnet. Seit 1887 gibt es bereits das Philharmonische Orchester. Hier arbeiteten so namhafte Dirigenten wie Wilhelm Schüchter, Hans Wallat, Klaus Weise oder Marek Janowski....

Träume(n) in einer grausamen Welt

In Tippetts letzter, in Deutschland noch nie aufgeführter Oper «New Year» (Neujahr) betritt die Anti-Heldin Jo-Ann laut Szenenanweisung die Bühne, «als ob sie von der Gewalt der Klänge draußen hereingeweht» wird. Die brutale, mit elektro-akus­tischen Effekten und reichlich Schlagwerk angereicherte Musik verebbt und weitet sich zu einer Gesangskantilene. «Safe,...

Wasser- und Feuerprobe

Auf einem Kritiker-Forum, das während der Aufführungszeit des «Ring des Nibelungen» in Adelaide stattfand, stellte ein Teilnehmer – wo, wenn nicht in Australien! – die Frage, ob die «Ring»-Tetralogie die «Olympiade der Oper» sei. Dabei entging dem Frage­steller offenbar, dass im Logo der Olympischen Spiele fünf Ringe prangen. Und doch schien die Frage nicht allzu...