Beziehungsreich
Einen ausgewiesenen Bezug zur Opernbühne haben die drei Werke in ihrer ursprünglichen Gestalt nicht. Auch lassen sie sich kaum ohne Weiteres thematisch aufeinander beziehen. Dennoch fügen sich Arnold Schönbergs «Pierrot lunaire», Kurt Weills «Mahagonny-Songspiel» und seine «Sieben Todsünden» in dieser außergewöhnlichen Inszenierung zu einem schlüssigen Tableau.
Grund dafür sind zum einen die zugrunde liegenden Texte und die (in zwei Fällen handlungsfreien) Vertonungen, die einst provozierten; andererseits jene varietéartige Gestalt, in der Avantgarde, Dadaismus und Surrealismus einander durchdringen, Abstraktion, Tiefgründigkeit und Ironie ergänzen und brechen. Sucht man darüber hinaus nach musikalisch verbindenden Elementen, so wäre dies wohl die «gesungene» Sprechstimme – zumal beim «Pierrot», aber auch in «Mahagonny» sowie in der Gestalt der Anna in den «Todsünden». Szenisch verknüpft und gedeutet werden die drei Stücke darüber hinaus durch das (aus den Weill’schen «Todsünden» übernommene) choreografische Element, das sich im «Pierrot» überraschend als Bereicherung herausstellt.
Weitere Bezüge eröffnen sich textlich: wenn etwa der «grüne Mond von Alabama» sein Licht auf das ...
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