Bestandsaufnahmen, Appelle, Querbezüge

Wahnfried und Parsifal: Hinweise auf neue Wagner-Bücher

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Der bei Con Brio erschienene Band «Wahnfried. Das Haus Richard Wagners» ist keineswegs, wie man vermuten könnte, ein Katalog der aktuellen Dauerausstellung samt entsprechender Einführung. Sven Friedrich, der amtierende Leiter des Museums, kommt gar nicht zu Wort. Die Herausgeber Markus Kiesel und Joachim Mildner suchen stattdessen die Außenperspektive – durchaus in kritischem Sinn. In ihrem Beitrag weisen sie darauf hin, dass «die Bayreuther Festspiele ihre ästhetische und künstlerische Relevanz zu verlieren scheinen».

Umso wichtiger sei die Rolle Wahnfrieds als «aufklärender Erinnerungsort», vor allem aber als «Dokumentations- und Forschungszentrum». Das neue Nutzungskonzept, das solche Aspekte einschließt, sei freilich «mehr Aufgabe als Zustand». Klar: Es fehlt (nicht nur, aber auch) an Geld. 2015 wurde Wahnfried nach Umbau und jahrelanger ­Sanierung neu eröffnet (siehe OW 9-10/2015). Nike Wagners Rede von damals wird mit guten Gründen abgedruckt: Auch nach einem Jahr sind die Probleme nicht dauerhaft gelöst: «Der Stiftung, die kein Geld hat, oder der Stadt, die auch kein Geld hat, stehen nun die großen Betreiberkosten bevor.»

Kein Coffee Table Book also. Trotz der kritischen ...

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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 44
von Stephan Mösch

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