Auftakt einer Renaissance?
Endlich ist er in Russland angekommen: Mieczyslaw Weinbergs «Idiot». Zwar gab es 1991 ein paar Aufführungen an der Pokrovsky Kammeroper in Moskau, doch gespielt wurde damals eine stark gekürzte Fassung, die bald vom Spielplan verschwand. Für das russische Publikum ist Weinberg bis heute eher ein namenloser Filmkomponist als Schöpfer von Klavier- und Kammermusik, Orchesterwerken und Opern. Das könnte sich ändern, wenn im kommenden Jahr am Bolschoi Theater «Der Idiot» und an der Neuen Oper «Die Passagierin» herauskommen.
Jekaterinburg hat ebenfalls eine Produktion der «Passagierin» angekündigt, die auch in Moskau gezeigt werden soll. Sogar ein Symposium steht auf dem Programm.
Die eigentliche russische Premiere von Weinbergs Dostojewski-Oper geht freilich auf das Konto des Mariinsky Theaters in St. Petersburg. Als konzertante Aufführung annonciert, entpuppte sich das Ganze als szenische Produktion. Vielleicht ist «Der Idiot» die beste Wahl, um eine Wiederentdeckung Weinbergs in Russland anzustoßen: Der Komponist greift hier auf einen gleichsam ikonischen Stoff zurück, die Geschichte des Fürsten Myschkin kennt jedes Kind. Und er zieht sich wie ein rotes Band durch die neuere ...
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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Panorama, Seite 58
von Aya Makarova
Er musste sich räuspern, dann brach ihm fast die Stimme weg. Auf diesen Moment habe er 27 Jahre lang gewartet, sagte Oswald Georg Bauer, als seine «Geschichte der Bayreuther Festspiele» im Juli in Haus Wahnfried vorgestellt wurde. 27 Jahre hat er an diesem Werk gearbeitet – das ist in etwa so lange, wie Wagner für den «Ring» brauchte. Der Auftrag kam 1989 von...
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Herr Carreras, war die zweite und letzte Vorstellung von «El Juez» in Wien eigentlich Ihr letzter Auftritt auf der Opernbühne?
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Nun, in Ihrem offiziellen Terminkalender tauchen keine Folgeprojekte auf.
Ach, wer weiß. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, etwas in dieser Art zu singen, eine Oper, in deren Entstehung ich von Beginn an einbezogen bin, bei der...
