Außerordentlich
Es ist so abgedroschen, von einem Wunder zu sprechen! Aber wer die vielen Kürzungen verfolgt hat, unter denen das Theater und das Philharmonische Orchester Hagen zu leiden hatten, ist schon verblüfft. Klar, an vielen kleinen und mittleren Musiktheatern wird Hervorragendes geleistet. Aber was bei Wagners «Tristan und Isolde» unter Leitung von GMD Joe Trafton aus dem Graben klingt, hat eine Fülle, eine Subtilität und Feinheit des Klangs, auch eine eruptive Leidenschaft, die begeistert.
Nur zum Schluss, am Ende von Isoldes Liebestod, geht es mit dem Dirigenten etwas durch, überdecken die Klangfluten die fabelhafte Sängerin. Aber das ist marginal angesichts der vorausgegangenen fulminanten fünf Stunden.
Aus dem Ensemble heraus sind – mit Ausnahme von Dong-Won Seo als klangschöner, zurückhaltender König Marke – nur die kleinen Rollen besetzt. Auch bei den Gästen überrascht, welche Qualität sich Hagen immer noch leisten kann. Magdalena Anna Hofmann ist eine sensationelle Isolde, schattenreich und leuchtend, nachdenklich und mitreißend, darstellerisch in jedem Moment absolut glaubwürdig. Auch Khatuna Mikaberidze als Brangäne und Zoltán Nyári als Tristan teilen sich die Kräfte klug ein, ...
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Moment mal, irgendwie kommt uns das ziemlich bekannt vor. Nicht die ominöse Geschichte mit der von trinkfesten Mönchen besiegelten Doppelhochzeit am Ende, die im deutschsprachigen Raum unter dem irreführenden Titel «Die Verlobung im Kloster» beworben wird. Nicht diese auf vier Akte gestreckte Buffa, die Sergei Prokofjew 1940, vier Jahre nach seiner Rückkehr in...
Frau Margaine, zunächst einmal: herzlichen Glückwunsch!
Wozu?
Sie erwarten ein Baby.
(Lacht) Ja, es ist unglaublich.
Hat diese Aussicht Auswirkungen auf die Art, wie Sie singen oder wie Sie Ihren Beruf sehen?
Natürlich spüre ich, dass der Körper sich verändert. Anfangs hatte ich die üblichen Schwangerschaftssymptome, fühlte mich oft schlapp, war schnell müde usw....
Ein Rest von Geheimnis muss bleiben. Fragen irren auch am dunkelhellen Ende mit dem seltsamen Sieg der Ariane über den Frauenpeiniger Blaubart weiter unbeantwortet in diesem märchenverschwommenen Raum umher. Wäre es anders, stammte die Textvorlage nicht von Maurice Maeterlinck – und die Musik nicht von Paul Dukas. Die Brille des nach psychologischer Plausibilität...
