Aus Liebe zum Theater

Ihre Kostüme sind gern mal schrill, doch wo nötig, kann sie auch schlicht und schön. Victoria Behr zählt zu den erfinderischsten Kostümbildnerinnen der Zunft. Ein Porträt

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Das Gelingen einer Opernproduktion hängt von Vielem ab: von einem klugen Dirigat, gesunden Stimmen und natürlich von einer tragfähigen Regieidee. Doch weil jede Idee nur so gut ist wie ihre Umsetzung, braucht es unbedingt auch Fachleute für das Kostümbild, die ihr Handwerk verstehen. Erst wenn all diese Rädchen ineinandergreifen, entstehen jene magischen Momente, die aus Oper das machen, was sie im besten Fall sein kann: ein Gesamtkunstwerk.

Zu den stillen Heldinnen im Hintergrund, die einer Idee Leben einhauchen, gehört auch Victoria Behr.

Seit 2008 arbeitet die Kostümbildnerin freischaffend im Inund Ausland; an der Komischen Oper Berlin, den Staatsopern von Wien und München, an der Opéra national de Paris und am Londoner Royal Opera House. Ihr Terminkalender ist dicht gefüllt, es ist ein glücklicher Zufall, dass sie überhaupt Zeit findet für ein persönliches Gespräch. Als wir uns in einem Berliner Café treffen, ist Victoria Behr gerade erst aus Salzburg zurückgekehrt. Dort hat sie auf der Generalprobe für die Sommerpremiere von Ro -ssinis «Il viaggio a Reims» (Barrie Koskys Regiearbeit kam bei den Pfingstfestspielen heraus) noch einmal ihre Kostüme in Aktion gesehen – und immer ...

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Opernwelt Jahrbuch 2026
Rubrik: Bilanz des Jahres, Seite 70
von Anna Schors

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Kritikerinnen- und Kritikerumfrage 25/26

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Silvia Adler
DARMSTADT

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«Ja, ich bin dankbar»

Liebe Frau Marton, wissen Sie noch, was Sie am Abend des 3. November 1976, also ziemlich genau vor 50 Jahren, gemacht haben?
Oh, da muss ich kurz überlegen. Ich glaube, ich habe in New York gesungen, an der Metropolitan Opera – das Evchen in Wagners «Meistersingern».

Evchen? Im Original heißt die junge Dame so wie Sie!
Das ist richtig. Aber ich nenne sie Evchen,...

Mann der Möglichkeiten

Wie verlaufen Dirigenten-Karrieren? Es gibt Orchesterleiterinnen und -leiter, die ganz plötzlich wie fertig vor uns auf dem Podium stehen. Daniel Harding war in den 1990er-Jahren einer der ersten solcher Wunderjünglinge, es folgten unter anderem Lahav Shani (inzwischen 37 Jahre alt), Klaus Mäkelä (mittlerweile 30) und in jüngster Zeit – Finne wie Mäkelä – Tarmo...