Aufführung des Jahres
Nicht nur Verdi und Wagner haben viel von ihm gelernt. Auch bei Gounod, Bizet und Mussorgsky ist vieles ohne Giacomo Meyerbeer undenkbar. In diesem Sinn sind «Les Huguenots» ein atemberaubendes Versuchslabor, in dem vieles angelegt ist, was den Weg der Oper im späteren 19. Jahrhundert prägt. La Monnaie in Brüssel hat dem aufwändigen Stück eine glanzvolle Premiere beschert: die «Aufführung des Jahres».
Ihre Qualität bestimmte sich einerseits durch eine fast ungekürzte Fassung, durch die Meyerbeers Ästhetik erst erfahrbar wurde, andererseits durch eine Besetzung, die Meyerbeer (historisch vollkommen korrekt) von Gluck und Mozart her versteht, auch von seinen Generationsgenossen Rossini und Donizetti. Marc Minkowski war der musikalische Spiritus Rector, die Inszenierung besorgte Olivier Py.
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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 14
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Seit seiner Uraufführung vor hundert Jahren an der Semperoper in Dresden ist «Der Rosenkavalier» eine der beliebtesten Opern überhaupt. Was wirkt wie aus einem Guss, ist jedoch ein Konglomerat verschiedenster und einander widersprechender Einflüsse. Und das nicht nur, weil Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal denkbar unterschiedliche Künstlernaturen waren. Die...
