Verlorene Paradiese

Das Stuttgarter Eclat Festival bietet 24 Novitäten aus Orient und Okzident – leider nur online

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Das Publikum steuerte dieses Jahr nicht das Theaterhaus, sondern ein Internetportal an. Die Epidemie ließ Eclat, dem Festival Neue Musik Stuttgart, in seinem 41. Jahr keine andere Chance als diese Hybrid-Form. Am Eröffnungsabend ging man ab 19 Uhr live vor leeren Reihen aus dem angestammten und beliebten Festivalort auf Sendung. Grund genug, melancholisch zu werden.

Wer hätte gedacht, dass man auf den bequemen Gang zum heimischen Kühlschrank während der Pausen gerne verzichtet und sich dort lieber im Foyer gedrängelt hätte, um an der Bar einen Trollinger zu bestellen …

Mit bewährter Emphase, den Umständen trotzend, bestritten die Neuen Vocalsolisten (fabelhaft: Johanna Vargas, Susanne Leitz-Lorey, Truike van der Poel, Martin Nagy, Guillermo Anzorena, Andreas Fischer) die sieben Uraufführungen dieses ersten Konzerts. Es war der Musikszene des Libanon gewidmet, in der westliche Orientierung und autochthone Tradition zusammenfließen. Zwischen den Werken sah der Festivalbesucher am Rechner eine virtuelle Video-Installation von Panos Aprahamian, Titel »Assemblages» – Bilder aus dem Libanon, Plansequenzen auf Landschaften aus einem Flugzeugfenster, über eine Strandpromenade hinweg aufs ...

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Opernwelt März 2021
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Götz Thieme

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