Auf der Totenmaske
Stolze vier Uraufführungen stemmt das Stadttheater Fürth zum 1000-jährigen Stadtjubiläum. Mit der Wirtschaftswunderrevue «Petticoat & Schickedance» gelang ein großer Publikumserfolg, jetzt folgte mit dem zweiten Auftragswerk «Aus der Welt» eine anspruchsvollere Kammeroper, die beifällig aufgenommen wurde.
Was zum einen an der gar nicht neutönerischen, sondern auffallend eingängigen, stringent durchkomponierten Musik des Operndebütanten Uwe Strübing liegt, zum anderen an der vorzüglichen musikalischen Interpretation durch sechs Gesangssolisten und das fünfzehn Instrumentalisten umfassende Ensemble Kontraste unter Judith Kubitz.
Auch die Inszenierung von Felix Eckerle hat ihre Meriten – aber einen Stolperstein. Auf den ersten Blick wirkt die Totenmaske inmitten des Gevierts von Orchester und den drei Tribünenblöcken im Fürther Kulturforum gelungen. Doch das Bild trägt den gut zweistündigen Abend nicht. Anders als beim «Parsifal»-Film Hans-Jürgen Syberbergs von 1982 schränkt das kleine Maskengebirge das Bewegungsvokabular der Protagonisten spürbar ein. Die an sich schlüssige Grundidee hilft nicht weiter, wenn sich der Konflikt, auf den die Handlung baut, nicht auch optisch ...
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