Atome des Klangs

Der russische Komponist Sergej Newski im CD-Porträt

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Nichts ist vorgegeben in diesen Werken. Nirgends richten sie sich ein. Sie kennen nur eines: die Suche nach den Ursprüngen, dem Grund, den Atomen von Sprache und Klang. In vielen Arbeiten Sergej Newskis (*1972) steht die mensch­liche Stimme im Zentrum dieser Suche. «Autland» etwa, ein siebenteiliges «Musiktheater für sechs Solisten und Kammerensemble» (2009/2012), hebt mit Atemgeräuschen an, aus denen sich allmählich distinkte Laute, dann ein gesprochener Text, schließlich gesungene Phrasen herausschälen.

Was die Solisten des Vocaallab und Vokalconsort Berlin unter Titus Engel da artikulieren, basiert weitgehend auf Zeugnissen von Autisten. Das 43-Minuten-Opus nach Johannes Ockeghem ist das Herzstück einer spannenden Porträt-CD, die ferner vier kürzere Klangrecherchen (mit den Ensembles Mosaik und Musik­fabrik) vorstellt.    

 

Sergej Newski: Alles
Jakob Diehl (Sprecher); Ensemble Mosaik, Enno Poppe, Sergej Newski; Natalia Pschenitschnikova (Sopran); Ensemble Musikfabrik; Voccallab, Vocalconsort Berlin, Titus Engel

Wergo/Schott Music WER 6587 2 (CD); AD: 2011/12

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Opernwelt Juni 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Albrecht Thiemann

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