Apropos... Kulturen
Frau Said, Sie sprechen, neben Deutsch, fünf weitere Sprachen. Haben Sie auch eine emotionale Beziehung zur deutschen Sprache?
Natürlich. Ich war in Kairo in einem deutschen Kindergarten und danach auf der deutschen Schule der Borromäerinnen. Deutsch ist, neben Arabisch, meine zweite Muttersprache. Kinderlieder, Laternenfest, Weihnachtsfeier, ich war immer Teil der deutschen Kultur und wurde von deutschen Lehrern unterrichtet.
Wurde auf dieser katholischen Mädchenschule nur Deutsch gesprochen?
Alles wurde auf Deutsch unterrichtet – nur die Fremdsprachen nicht. Natürlich habe ich mit meinen ägyptischen Klassenkameradinnen in der Pause Arabisch gesprochen. Nur am Donnerstag, dem letzten Schultag einer Woche, war Arabisch ganz verboten, damit wir unser Deutsch weiter verbessern. Das wurde von den Lehrern auf dem Schulhof kontrolliert.
Welche Musik haben Sie an der Schule kennengelernt?
Klassische Musik – Bach, Schubert, Hugo Wolf. Aber wir haben im Musikunterricht auch Blues, Jazz und die Musik von Abba durchgenommen.
Kam auch arabische Musik vor?
In der Schule leider nicht, das fand ich sehr schade. Ich habe durch meinen Vater die arabische Musik der 1950er- und 1960er-Jahre ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2021
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Georg Rudiger
An der Tür des Zürcher Opernhauses steht, dieses sei «bis auf Weiteres geschlossen», was an diesem Abend nicht ganz richtig ist: 50 Menschen dürfen hinein, um live Zeugen der Premiere von Verdis «Simon Boccanegra» zu werden. Später werden sie sagen können, ja, das, was im Netz zu sehen ist, hat tatsächlich stattgefunden, in diesem kalten Dezember, in dem die...
Machen wir uns nichts vor: Die Welt, sei sie alles, was der Fall ist (wie Wittgenstein sagt), sei sie Inbegriff möglicher oder wirklicher Tatsachen, hat sich in den vergangenen zwölf Monaten radikal verändert. Die condition humaine zeigt sich in neuem Licht: trüber, trister, ja beinahe utopielos. Geblieben sind hingegen die Begriffe, mit denen Welt erfasst wird,...
JUBILARE
Gabriele Schnaut studierte Musikwissenschaft und Violine in Mainz und absolvierte anschließend ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main bei Elisa Cavelti. Als Alt-Solistin in den Kantaten und Oratorien Bachs machte sie bereits während ihres Studiums, das sie als Stipendiatin der Studienstiftung des...
