Apropos... Kulturen

Deutsch ist für sie, neben Arabisch, ihre zweite Muttersprache, bereits in ihrer Geburtsstadt Kairo besuchte die ägyptische Sopranistin eine deutsche Schule. Seit zehn Jahren lebt Fatma Said in Berlin. Auf ihrem Debütalbum mit dem poetischen Titel «El Nour» (Das Licht) verknüpft sie französische, spanische und deutsche Lieder mit Stücken aus ihrer Heimat

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Frau Said, Sie sprechen, neben Deutsch, fünf weitere Sprachen. Haben Sie auch eine emotionale Beziehung zur deutschen Sprache?
Natürlich. Ich war in Kairo in einem deutschen Kindergarten und danach auf der deutschen Schule der Borromäerinnen. Deutsch ist, neben Arabisch, meine zweite Muttersprache. Kinderlieder, Laternenfest, Weihnachtsfeier, ich war immer Teil der deutschen Kultur und wurde von deutschen Lehrern unterrichtet.

Wurde auf dieser katholischen Mädchenschule nur Deutsch gesprochen?
Alles wurde auf Deutsch unterrichtet – nur die Fremdsprachen nicht. Natürlich habe ich mit meinen ägyptischen Klassenkameradinnen in der Pause Arabisch gesprochen. Nur am Donnerstag, dem letzten Schultag einer Woche, war Arabisch ganz verboten, damit wir unser Deutsch weiter verbessern. Das wurde von den Lehrern auf dem Schulhof kontrolliert.

Welche Musik haben Sie an der Schule kennengelernt?
Klassische Musik – Bach, Schubert, Hugo Wolf. Aber wir haben im Musikunterricht auch Blues, Jazz und die Musik von Abba durchgenommen.

Kam auch arabische Musik vor?
In der Schule leider nicht, das fand ich sehr schade. Ich habe durch meinen Vater die arabische Musik der 1950er- und 1960er-Jahre ...

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Opernwelt Februar 2021
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Georg Rudiger

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