Apropos... Katzensprünge

Ihre Mutter wollte, dass sie was Vernünftiges macht, und das hieß: studieren. Also studierte LAYLA CLAIRE. Und zwar Gesang. Ließ sich an der Uni Montréal schulen, am Curtis Institute Philadelphia mit allen Bühnenwassern waschen. James Levine entdeckte die kanadische Sopranistin in Tanglewood und holte sie ins Opernstudio der Met. Mittlerweile ist sie so viel unterwegs, dass sich für sie nicht einmal mehr eine eigene Wohnung lohnt.

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Layla, Sie kommen aus einer Kleinstadt in British Columbia. Es wird kein Katzensprung gewesen sein zum nächsten Opernhaus ...
Es gab ein kleines Theater in der nächsten Stadt, anderthalb Stunden entfernt. Und nach Vancouver sind es fünf Stunden. Für kanadische Verhältnisse ist das ja praktisch um die Ecke ... (lacht). Aber es stimmt: In meiner Kindheit hat Billy Holiday eine größere Rolle gespielt als Maria Callas. Meine Eltern haben ständig Musik gehört, aber keine klassische. Und ich mochte Sarah McLachlan, Alanis Morissette und Joni Mitchell.

Deshalb wollte ich Gesangsunterricht: um Singer-Songwriter zu werden.

Und die Oper?
Ich habe als Kind beim Zappen im Fernsehen mal den «Rosenkavalier» erwischt. Ich war damals wie gebannt. Also habe ich eines Tages meiner Lehrerin gesagt: Ich würde gern auch Oper singen. Sie hat mich ausgelacht. Aber dann hat sie mir ein italienisches Kunstlied hingelegt. Und das ging ganz gut. So hat es angefangen.

Sie sind jetzt 32. Inzwischen müssen Sie einige Jahre im Voraus planen. Entwickelt sich die Stimme nicht gerade jetzt noch stark?
Ich habe sogar manchmal das Gefühl, ich durchlebe gerade eine Art Stimmpubertät: Vieles wird fülliger, alles wächst. ...

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Opernwelt März 2015
Rubrik: Magazin, Seite 87
von Wiebke Roloff

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