Apps and Downs
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Digitalisierung auch in der analogen Welt der Klassik Einzug hält. Apps, die Notentexte digital darstellen und immer bessere Interaktion mit dem elektronischen Material ermöglichen, schießen aus dem Boden: «forScore», «Newzik», «nkoda», «Piascore», «PlayScore», «Enote», «ScorePad», «PhonicScore» ... Immer mehr Musiker investieren ihr Geld nicht in gedruckte Ausgaben, sondern kaufen Scans und digitale Versionen der Werke, sammeln sie auf ihren mobilen Endgeräten, leiten sie weiter, spielen vom Bildschirm.
Vieles davon geschieht bisher jedoch unterm Radar: Ja, es gibt Musiker, die mit dem Touchpad bei der Probe auftauchen, und mittlerweile arbeiten sogar Institutionen wie die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, die Folkwang Universität der Künste in Essen oder die Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie ganze Klangkörper wie das Orchestre national d’Île-de-France, das Asko|Schönberg-Ensemble oder die National Youth Orchestras of Scotland mit digitalen Noten-Apps. Doch aktuell gibt es kaum eine Vorstellung davon, wie groß die Anzahl der Nutzer tatsächlich ist. Der Grund: Es existieren keine Statistiken über Nutzungszahlen. ...
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Opernwelt April 2021
Rubrik: Magazin, Seite 58
von Hannah Schmidt
Im Bewusstsein vieler deutscher Musikfreunde existiert André Messager (1853–1929) wohl allenfalls als Dirigent der Uraufführung von Debussys «Pelléas et Mélisande» (1902), in Frankreich hingegen gilt er als einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Epoche. An die 30 Opern und Operetten hat Messager geschrieben, von letzteren ist «Véronique» (1898) bis heute im...
Krasnojarsk ist 3.500 Kilometer von Moskau entfernt und zählt mehr als eine Million Einwohner. Es liegt an den nördlichen Ausläufern des Ostsajan, eines Gebirges, dessen landschaftliche Schönheit einen Vergleich mit den Alpen nicht zu scheuen braucht, und am Ufer des Jenissej, den schon Anton Tschechow als schönsten Fluss Russlands bezeichnete. Gleichviel: Die...
Wer im vergangenen Jahr die Salzburger Festspiele besuchte, fühlte sich – und fühlt sich in der Erinnerung noch heute – in die Stimmung des Wunderbaren versetzt. Apoll und die neun Musen schienen mehr als 100 Veranstaltungen unter ihren besonderen Schutz gestellt zu haben, so dass sich am Ende unter den 76.500 höchst irdischen Besuchern niemand mit dem Corona-Virus...
