Apps and Downs
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Digitalisierung auch in der analogen Welt der Klassik Einzug hält. Apps, die Notentexte digital darstellen und immer bessere Interaktion mit dem elektronischen Material ermöglichen, schießen aus dem Boden: «forScore», «Newzik», «nkoda», «Piascore», «PlayScore», «Enote», «ScorePad», «PhonicScore» ... Immer mehr Musiker investieren ihr Geld nicht in gedruckte Ausgaben, sondern kaufen Scans und digitale Versionen der Werke, sammeln sie auf ihren mobilen Endgeräten, leiten sie weiter, spielen vom Bildschirm.
Vieles davon geschieht bisher jedoch unterm Radar: Ja, es gibt Musiker, die mit dem Touchpad bei der Probe auftauchen, und mittlerweile arbeiten sogar Institutionen wie die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, die Folkwang Universität der Künste in Essen oder die Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie ganze Klangkörper wie das Orchestre national d’Île-de-France, das Asko|Schönberg-Ensemble oder die National Youth Orchestras of Scotland mit digitalen Noten-Apps. Doch aktuell gibt es kaum eine Vorstellung davon, wie groß die Anzahl der Nutzer tatsächlich ist. Der Grund: Es existieren keine Statistiken über Nutzungszahlen. ...
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Opernwelt April 2021
Rubrik: Magazin, Seite 58
von Hannah Schmidt
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Dass das Repertoire der Hamburgischen Oper am Gänsemarkt nach der erfolgreichen Ausgrabung von Georg Caspar Schürmanns «Die getreue Alceste» (OW 1/2020) weitere Schätze bereithält, zeigt die Wiederentdeckung von Christoph Graupners «Antiochus und Stratonica» beim Bremer Musikfest 2019. Das «Musicalische Schau=Spiel» des 25-Jährigen, 1708 unter dem Bandwurmtitel...
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