Ansteckungsgefahr
Mit ohrenbetäubendem Kreischen stürmt eine Gruppe Jugendlicher in weiß-blau gestreiften Badekappen die Bühne, unter dem donnernden Stakkato eines Pianos. Sie posieren. Sie grimassieren. Dann singen sie. Im kleinen, von Leuchtröhren erhellten Chorsaal im vierten Stock des Theaters an der Wien hat das Team um das Regie-Duo Catherine Leiter und Beate Göbel alle Hände voll zu tun: die erste Probe im Kostüm. Alle Beteiligten haben anstrengende Monate hinter sich. Schließlich gilt es, eine nagelneue Oper aus der Taufe zu heben.
«Capriccioso oder Die Launen der Oper» handelt – in Anlehnung an Strauss’ «Capriccio» – von einer Adelsfamilie, die bei der Vorbereitung einer musikalischen Geburtstagsüberraschung in eine Debatte über die Bedeutung von Text und Musik in der Oper und die Rolle der Kunst in der Gesellschaft gerät. Vertreter verschiedenster musikalischer Stoßrichtungen treffen hier aufeinander – Zwist vorprogrammiert. Dabei orientiert sich zwar das Sujet an Strauss’ Konversationsoper, nicht aber die Partitur – obwohl es, was Anleihen aus der Musikgeschichte betrifft, ansonsten «ziemlich wild zugeht». Florian C. Reithner, der das Stück in enger Abstimmung mit den jungen Darstellern ...
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Opernwelt Juli 2016
Rubrik: Aus der Werkstatt, Seite 49
von Martin Knuhr
Ob dieses Beispiel Schule macht? Die Brüsseler Monnaie-Oper hat die Regie für ihre jüngste Mozart-Produktion nicht aus der Oberliga der «üblichen Verdächtigen» auf dem Regie-Markt eingekauft, sondern über einen Wettbewerb erstreiten lassen. Zu diesem ungewöhnlichen Schritt fühlte sich das Leitungsteam durch die aktuelle Baustellensituation ermuntert. So lange das...
ARD-ALPHA
10.7. – 11.00 Uhr
Auf Flügeln des Gesangs.
70 Jahre Chor des Bayerischen Rundfunks.
10.7. – 20.15 Uhr
Jubiläumskonzert Mariss Jansons.
70 Jahre Chor des Bayerischen Rundfunks.
17.7. – 11.00 Uhr (1)
24.7. – 11.00 Uhr (2)
KlickKlack.
Musikmagazin. 1. Mit Sol Gabetta. 2. Mit Martin Grubinger.
24.7. – 20.15 Uhr
Sound of Cinema 2013.
Filmmusik-Konzert aus dem Münchner...
So problematisch Arrigo Boitos ideengeschichtliche Dämpfung der Erstfassung seines «Mefistofele» und der Rückgriff auf Elemente des traditionellen italienischen Melodramma sein mögen, das Werk enthält in seiner finalen Gestalt von 1875 etliche saftige Stücke fürs melomane Publikum und szenisch Packendes. Man muss das Lob ja nicht so überziehen wie Bernard Shaw, der...
