Amadeus light

Mozart: Die Zauberflöte bei der Mozartwoche Salzburg

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Kurz nach der Premiere wurde sein Vertrag bis 2031 verlängert. Salzburg braucht Rolando Villazón wie die Mozartkugel – finden jedenfalls die Verantwortlichen in der Stiftung Mozarteum. Seit 2021 ist der Tenor Künstlerischer Leiter der Institution und schon seit 2019 Chef der Mozartwoche. Das Publikum liegt Villazón zu Füßen, der auf seine Weise durch die Termine an der Salzach turnt und sich für die «Zauberflöte» in den Regiestuhl setzte.

 Standing ovations im Haus für Mozart – alles richtig gemacht also?

Im ultimativen Hit des Meisters hat Villazón selbst schon den Papageno gesungen, die Spätkarriere Domingos quasi im Buffonesken vorwegnehmend. In seiner Salzburger Inszenierung scheint sich Villazón in der Figur erneut zu verwirklichen. Theodore Platt muss mit kernigem Bariton einen schwer aufgekratzten Vogel-Freak geben, in der Pause hätte man ihm gern Betablocker in die Garderobe gebracht. Doch die ganze Sache, so viel Ambition muss sein, soll ja nicht in die Show driften. Ergo erfindet Villazón eine Rahmenhandlung: Mozarts letzte Stunden. Schon siech, komponiert er vor der Ouvertüre am Requiem. Die stumme Figur bleibt auch sonst präsent, ebenso Constanze und die beiden Söhne, ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Panorama, Seite 61
von Markus Thiel

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