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Von Monteverdi bis Pärt, von Purcell bis Rebecca Saunders: Kleine Nachlese zum Musikfest Berlin

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James Joyce zu übersetzen, ist kühn genug. Ihn zu vertonen, mindestens ambitioniert, wenn nicht verwegen. Rebecca Saunders hat es versucht, in «Yes», einer «räumlichen Performance für Sopran, 19 Solist*innen und Dirigent», die als Auftragswerk des Musikfestes Berlin vom Ensemble Musikfabrik (Leitung: Enno Poppe) uraufgeführt wurde.

Wenn man so will, als Antidot zu den drei Monteverdi-Opern, mit denen John Eliot Gardiner seit Beginn des Jahres durch Europa und Amerika zieht und die er im September mit seinen English Baroque Soloists sowie seinem Monteverdi Choir taufrisch in der Berliner Philharmonie musizierte (siehe auch Seite 24). Die britische Komponistin wagt sich in ihrem neuen Stück an einen der rätselhaftesten literarischen Texte heran – an den Monolog der Molly Bloom aus «Ulysses».

So brillant Hans Wollschlägers Übertragung sein mag, er bleibt ein Wörterstrom, den man der Fantasie überlassen muss. Da setzt Saunders an. Sie will keine Vertonung, sondern eine Übersetzung ins Musikalisch-Urmenschliche. Sie hat knapp die Hälfte des Monologs zersplittert. Was nicht unproblematisch ist angesichts der Tatsache, dass Joyce, literarisch gesprochen, selbst schon neue Musik ist. ...

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Opernwelt November 2017
Rubrik: Magazin, Seite 81
von Jürgen Otten & Albrecht Thiemann

Vergriffen
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