Im Einklang mit den Elementen

Der argentinische Künstler Tomás Saraceno verbindet in der Ausstellung „Verwobene Welten“ im Haus der Kunst in München bildende Kunst, Biowissenschaften, ökologischen Aktivismus und soziales Engagement. Seine interaktiven Installationen und skulpturalen Werke sollen den Dialog zwischen verschiedenen Lebewesen anregen und sind noch bis zum 7. Februar 2027 zu erleben

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Ein Lichtstrahl, der Spinnweben zum Glitzern bringt und aufgewirbelten Staub sichtbar macht: Viele Menschen können sich wohl an so einen magischen Moment erinnern, etwa beim Versteckspiel auf einem Dachboden oder in einem Holzschuppen. Tomás Saraceno gelingt es, solche archetypischen Eindrücke zu reaktivieren und auf ihnen wissenschaftlich fundiert und hochartifiziell aufzubauen. Poesie und politisches Engagement verschmelzen dabei in der Ausstellung „Verwobene Welten“ zu einer positiven Utopie eines Miteinanders von Natur und Kultur.

Dabei war Saracenos eigene Kindheit nicht immer leicht: Bei der feierlichen Eröffnung am 16. Juli 2026 im Haus der Kunst in Münche erzählte der 53-Jährige, dass sein Vater während der Militärdiktatur in Argentinien inhaftiert war und er mit seiner Mutter und seinen Schwestern nach Italien flüchten musste. Erst als junger Erwachsener konnte er persönliche Bezüge zu seinem Geburtsland und -ort San Miguel de Tucumán herstellen und die Wüste Atacama erforschen. Er studierte von 1992 bis 1999 Kunst und Architektur an der Universidad de Buenos Aires und schloss daran bis zum Jahr 2000 einen Aufbaustudiengang an der dortigen Escuela Superior de bellas Artes ...

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BTR Ausgabe 5 2026
Rubrik: Ausstellungen, Seite 56
von Eva Maria Fischer

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