Wien: Leistungsschau der Komiker

Lauf/Jacoby «Pension Schöller»

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Auf die Bühne des Wiener Burgtheaters hat es die «Pension Schöller» in ihrer 126-jährigen Geschichte noch nie geschafft. Dafür gibt es in der Stadt Orte, die dafür besser geeignet scheinen, die Kammerspiele der Josefstadt zum Beispiel oder andere, dem Kitzel des Zwerchfells vorbehaltene Etablissements. Für die Kammerspiele entstand denn auch die berühmte Bearbeitung von Hugo Wiener, in der seine Frau Cissy Kraner das Dirnenlied und Maxi Böhm Schillers «Glocke» vortragen durften.

Die Herausforderung für erstere bestand darin, mit den ständigen Unterbrechungen fertig zu werden, jene des letzteren, den Buchstaben l durch ein n zu ersetzen.

Auf das berühmte «Ich bin eine Dirne» muss man in der Fassung, die Andreas Kriegenburg für das Burgtheater zusammen mit seinen Schauspielern erarbeitet hat, ganz verzichten. Und auch sonst weicht seine Version von dem von Wilhelm Jacoby und Carl Lauf verfassten Schwank bzw. der in Österreich enorm populären Wienerschen Bearbeitung aus dem Jahr 1978 gehörig ab. Wie einen schlaffen Luftballon hat Kriegenburg das Lustspiel rund um die Landpomeranze Klapproth, der in der großen, weiten Stadt endlich einmal eine «Heilanstalt für  ...

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Theater heute Dezember 2016
Rubrik: Chronik, Seite 68
von Stephan Hilpold

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