Widerstand und Trotz und Liebe

Nachdenken in 12 Punkten über Theater, Literatur und gelebtes Leben nach der Wende von Lothar Trolle

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lieber trolle,

1
ja/ich lese jetzt nochmal TORSTEN/
ich habs schonmal gelesen und es hat mir ziemlich gut gefallen/ es handelt von einem typen/der früher/damals/im jugendwerkhof sass und der einfach so/«torpedokäfermässig» (FRANZ JUNG) durch die gegend flog/mit widerstand/mit nichtachtung der staatsorgane/mit verachtung der normen//der nach der wende eben einfach so weiter rebellierte/so eine art moderner hochstapler/CATCH ME IF YOU CAN/
am schluss deines textes/fährt er mit ’nem geklautem streifenwagen durch berlin/so 20 jahre später/muss man erstmal durch

halten so lange/ich nenne das «ein stolzes leben» ...
man ahnt/dass es nicht gutgehen wird/mit ihm/nicht gut endet/aber was endet schon gut?/nichts/auf alle wartet das gleiche/die abberufung
...

2
und ja ich werde jetzt auch noch JONA lesen/dass stück über inge müller/ irgendwie wollen wir ja brigitte reimann machen/dazu könnte es doch passen – oder?/
überhaupt ein super thema wäre/all die niemals gedruckten DDR-schriftsteller/frauen und männer/die 40 jahre nicht vorkamen und jetzt noch einmal 30 jahre … mal zu spielen////
eigentlich habe ich immer sehr gerne texte von dir gelesen/vor allem aus 2 gründen/eigentlich waren sie ...

LOTHAR TROLLE, geb. 1944, studierte von 1966 bis 1970 Philosophie bei Wolfgang Heise an der Humboldt-Universität Berlin, seitdem freischaffender Autor. Hausautor u.a. am Schauspiel Frankfurt/M. (1991) und am Berliner Ensemble (1994 bis 1999). Sein Stück «Hermes in der Stadt» wurde von Frank Castorf 1992 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt und mehrfach nachgespielt. 1998 erhielt er den Hörspielpreis der Akademie der Künste und wurde 2007 der 26. Stadtschreiber zu Rheinsberg

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Theater heute März 2024
Rubrik: Akteure, Seite 30
von Armin Petras

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