Vorschau und Impressum 6/22
Sage niemand, das Theater kenne keine Rituale mehr: Alle zehn Jahre treten sie an, die Oberammergauer:innen mit und ohne lange Bärte zur traditionellen Passion. Zuletzt wegen Corona etwas aus dem Takt geraten, der Herr möge verzeihen.
Was macht der atmende Fels in Katja Brunners «Die Kunst der Wunde»? Gute Frage, Antworten am besten nach- zulesen im nächsten Stückabdruck!
Aus der Banlieue von Paris über Berlin und Wien, von Tanz zu Theater, nach Mannheim: die Schauspielerin Vassilissa Reznikoff – ein Porträt
Theater heute
Die Theaterzeitschrift im 63. Jahrgang Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Eva Behrendt Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Redaktionsbüro
Katja Podzimski
Gestaltung
Christian Henjes
Designkonzept
Ludwig Wendt Art Direction
Redaktionsanschrift
Nestorstr. 8–9, 10709 Berlin, Telefon 030/25 44 95 10, Fax 030/25 44 95 12 E-Mail: redaktion@theaterheute.de www.der-theaterverlag.de/theater-heute
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Torsten Kutschke (geschäftsführender ...
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Theater heute 6 2022
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
Im Herbst 2005 hielt sein Orgien-Mysterien-Theater Einzug in Öster -reichs höchster Weihestätte für dramatische Kunst: im Burgtheater. Viele Stunden lang wurde – auf penibel abgedeckten Bühnen, Wegen und Sitzen – unter Aufsicht des Meisters prozessiert, Geschlachtetes aufgebahrt und an Kreuzen aufgerichtet, in Bottichen vol -ler Gedärme gewühlt und mit Blut...
Beim Heidelberger Stückemarkt kann es passieren, dass ein Autor zum ersten Mal sein Werk gesprochen hört. Philipp Gärtner ist es so ergangen, und als er nach der 40-minütigen Lesung aus seinem Drama «Olm» zum Nachgespräch auf die Bühne kam, sagte er: «Ich glaube, ich bin da hart an der Grenze der Verständlichkeit, vielleicht sollte ich noch mal ausmisten …?»...
Grüngraue Kachelstücke, grobe Abrisskanten, Staub. Sorgsam werden die Brocken auf dem Tisch arrangiert, nummeriert und katalogisiert. Sie sind scheinbar profan, könnten von jedem beliebigen Kachelofen eines Gründerzeithauses stammen. Doch sie gehören zu den Überresten der jüdischen Synagoge in Frankfurt am Main, die während der Novemberpogrome 1938 erst verwüstet...
