Vorschau und Impressum 6/22
Sage niemand, das Theater kenne keine Rituale mehr: Alle zehn Jahre treten sie an, die Oberammergauer:innen mit und ohne lange Bärte zur traditionellen Passion. Zuletzt wegen Corona etwas aus dem Takt geraten, der Herr möge verzeihen.
Was macht der atmende Fels in Katja Brunners «Die Kunst der Wunde»? Gute Frage, Antworten am besten nach- zulesen im nächsten Stückabdruck!
Aus der Banlieue von Paris über Berlin und Wien, von Tanz zu Theater, nach Mannheim: die Schauspielerin Vassilissa Reznikoff – ein Porträt
Theater heute
Die Theaterzeitschrift im 63. Jahrgang Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Eva Behrendt Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Redaktionsbüro
Katja Podzimski
Gestaltung
Christian Henjes
Designkonzept
Ludwig Wendt Art Direction
Redaktionsanschrift
Nestorstr. 8–9, 10709 Berlin, Telefon 030/25 44 95 10, Fax 030/25 44 95 12 E-Mail: redaktion@theaterheute.de www.der-theaterverlag.de/theater-heute
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Geschäftsführung
Torsten Kutschke (geschäftsführender ...
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Theater heute 6 2022
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
Ich habe eine schlechte Nachricht für Sie. Diese Laudatio ist 912 Seiten lang. Aber nur der erste Teil. Ich brauche so viel Platz zum Erklären, warum in Wolfram Lotz’ letztem Theaterstück «Die Politiker» plötzlich kein Igel mehr vorkommt. Aus 7000 Wörtern Text besteht dieses Drama, und kein einziges davon ist «Igel». Das gab es noch nie. Von den anderen...
Das Lied von der Wurst und ihren zwei Enden ist ein fürchterlicher Karnevalsgassenhauer. So laut, so dumm, so dre -ckig. Dass es auch anders geht, zeigt Christoph Marthaler am Theater Basel. Ganz klein, ganz fein, ganz einstimmig singen sie dieses «Alles hat ein Ende.» Pause. «Nur die Wurst hat zwei.» Pause. «Jawoll, mein Schatz.» Pause. «Es ist vorbei.» Und...
Alles Zerfall? Nicht wirklich. Dass der Wald in Thomas Bernhards «Die Jagdgesellschaft» von Borkenkäfern befallen ist, bleibt in Herbert Fritschs Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus Behauptung. Stattdessen wuchern Bäume als durchaus kleidsames Wohnungsgrün in das Bühnengebäude hinein. Und überhaupt, dieses von Regisseur Fritsch selbst gestaltete Gebäude: Das...
