Und vergib uns unsere ...
Katholiken tragen von Geburt an die Erbsünde in sich, können am Samstag aber zur Beichte gehen, schon am Sonntag mittags unbefleckt den Leib Jesu Christi empfangen und am Montag getrost weiter sündigen. Kommt man dagegen als Protestant zur Welt, gibt es keine Erbsünde, man ist aber angehalten, ein Leben lang Schuld zu begleichen. Gearbeitet wird nicht um reich zu werden, man arbeitet Schulden ab. Reich werden passiert eher nebenbei.
Dominik Busch, so der Eindruck, ist ein protestantisch sozialisierter Theaterautor.
Vor zwei Jahren wartete er mit einem dokumentarisch anmutenden Globalisierungsdrama auf und stellte in «Das Recht des Stärkeren» unter anderem die Frage, inwiefern Südamerika heute noch von Europa ausgebeutet wird. In seinem neuesten Stück verlagert er die Schuldfrage nun in lokale Zusammenhänge und umkreist Menschen, die aufgrund unvorhergesehener Ereignisse aus der Bahn geworfen werden, mit Schuldgefühlen unterwegs sind und nicht mehr wissen, ob in dieser Welt überhaupt noch ein Platz für sie vorgesehen ist.
Busch verhandelt das abseits aller Klassenschranken. Jeder ist schuldig, der Chefarzt und der Vater, der seinen angeblich missratenen Sohn nicht mehr sehen will, ...
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Theater heute Januar 2021
Rubrik: Das Stück, Seite 52
von Jürgen Berger
«Ich bin so traurig, ich brauch Blaulicht», da sitzt er nun, der Frosch, und quakt am Lagerfeuer. «In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat …», will der Märchenonkel (Lukas Vögler) anheben – «Abgesagt!», schallt es ihm im Chor entgegen. Die arbeitslosen Märchenfiguren treffen sich im Wald und wirken ein bisschen ratlos. «Wat is ab?» Ist doch noch...
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Madonnas drittes Studioalbum, das sie im März 1989 veröffentlichte, war ein Skandal – und ihr endgültiger Durchbruch als international gefeierter Popstar. Dabei verursachte nicht mal der titelgebende Song selbst, «Like a Prayer», eine Welle der Empörung in der katholischen Welt, sondern das dazugehörige Musikvideo: Mit einem schwarzen Negligé eher spärlich...
