Zürich Schauspielhaus: King Frosch für grüne Jungs

nach Brüder Grimm «Der Froschkönig»

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«Ich bin so traurig, ich brauch Blaulicht», da sitzt er nun, der Frosch, und quakt am Lagerfeuer. «In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat …», will der Märchenonkel (Lukas Vögler) anheben – «Abgesagt!», schallt es ihm im Chor entgegen. Die arbeitslosen Märchenfiguren treffen sich im Wald und wirken ein bisschen ratlos. «Wat is ab?» Ist doch noch alles dran an uns!

Wünschen hilft nicht. Eigentlich hätte es ja «Der König der Frösche» werden sollen als diesjähriges Familienstück.

Nach dem furiosen «Schneewittchen, Beauty Queen» vom vergangenen Jahr, einem einigermaßen anarchischen Grimm-Mash-up, in dem es nebenher um toxische weibliche Schönheitsideale («Spieglein, Spieglein an der Wand») und kapitalistisch männlichen Erfolgszwang ging («Wer ist der Reichste im ganzen Land?»), und dies wohlgemerkt sowohl in einer jugendfreien als auch einer abends gespielten Dirty Version, wollte Nicolas Stemann das Erfolgsrezept abermals anwenden, jedoch mit dem genderkritischen Augenmerk stärker auf Jungs: «Dieser Frosch, der da in seinem Brunnen so rumsumpft und einen Annäherungsversuch an die Prinzessin macht, der auch eher plump ist, ein bisschen creepy und ungeschickt, aber doch ...

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Theater heute Januar 2021
Rubrik: Chronik, Seite 57
von ​​​​​​​Andreas Klaeui

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