Shakespeare widerlegt!
Zuletzt hatte er viele Jahre lang einen Parkplatz über dem Kopf. Dabei war sein letzter Satz laut Shakespeare «Ein Königreich für ein Pferd». Selbst für Freunde des englischen Humors geht das ein bisschen weit.
Richard III. ist nicht nur der berühmteste Königsschurke des elisabethanischen Theaters, er hatte auch ein reales Vorleben. In Sachen Kriegshandwerk hielt er noch auf ehrliche Handarbeit und stürzte sich höchstpersönlich mitten ins Getümmel, was ihm wenig geholfen hat.
Bei Bosworth anno 1485 ließ der damals 32-Jährige aus dem Haus Plantagenet sein Leben nach gerade zwei Jahren engagiertem Königsdienst und vielen ermordeten Anverwandten. Er war der letzte englische Royal, der in der Schlacht starb, seine Tudor-Nachfolger ließen lieber andere für sich hauen und stechen. An seinem Unglückstag bekam er von hinten so eins über den Schädel gezogen, dass er nach Ansicht heutiger Gerichtsmediziner ziemlich schnell umgefallen sein muss. Was in englischen Medien, besonders der ehrwürdigen BBC, die vieldiskutierte Theorie hervorgebracht hat, seine letzten Hilferufe hätten nicht einem Schlachtross, sondern einem neuen Helm gegolten. Auf dünnwandige Blechkarossen war schon damals kein ...
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Theater heute März 2013
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille
Aachen, Grenzlandtheater
12. Shaffer, Komödie im Dunkeln
R. Harald Weiler
Aachen, Theater
14. Maslowska, Zwei arme, polnisch sprechende Rumänen
R. Tanja Krone
15. Palmetshofer, wohnen. unter glas
R. Marion Schneider-Bast
Aalen, Theater der Stadt
2. Schönherr, Der Weibsteufel
R. Nikolaos Boitsos
Anklam, Vorpommersche Landesbühne
16. Long, Shakespeares sämtliche Werke ......
Das typische Jelinek-Stück ist erstens eine überlange Textwüste, enthält zweitens keine Dialoge, bringt drittens einen klassischen Stoff mit einem aktuellen Thema zusammen und enthält viertens auch noch ein Selbstporträt der Autorin.
«Schatten (Eurydike spricht)» ist ein typisches Jelinek-Stück. In einem riesigen Monolog schließt Jelinek den antiken Orpheus-Mythos...
Die Theaterkarriere des Peter Handke begann mit einem Coup. Gleich das Debütstück des 23-jährigen Autors, «Publikumsbeschimpfung», schrieb Theatergeschichte. Als es im Juni 1966 im Theater am Turm uraufgeführt wurde, war Handke noch ziemlich unbekannt; sein erster Roman («Die Hornissen») war noch gar nicht erschienen. Kurz vor der Premiere hatte er auf einer Tagung...
