Revolutionen – privat und politisch

Das Düsseldorfer Schauspielhaus kehrt endgültig in sein altes neues Haus zurück und eröffnet mit Büchners «Dantons Tod» und Helene Hegemanns «Bungalow»

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Kohlenrutsche, Müllschlucker, Schüttgutrampe – Olaf Altmanns Bühnenbild ist eine Großmetapher, eine graue Halfpipe des Geschichtsfatalismus. Es geht nur abwärts, keiner kommt empor, alles rauscht bergab. Entweder man bleibt hübsch oben in Distanz, oder man saust abwärts mit rasanter Fahrt in den Abgrund auf die Vorderbühne, zurückklettern geht nicht. Allenfalls kann man sich an die riesige Klappe klammern, die sich über der steilen Rundung manchmal öffnet, manchmal schließt, und sich emporziehen lassen.

In diese gefährliche Bühnenwelt stellt Armin Petras seine Inszenierung von Büchners «Danton Tod» zur Eröffnung der Spielzeit und zur feierlichen Rückkehr des Theaters aus der Interimsspielstätte in das Schauspielhaus. Aber das Schauspielhaus, in dem nun wieder alle Vorstellungen des Düsseldorfer Theaters stattfinden werden, ist immer noch eine riesige Baustelle: von außen wie ein Atomkraftwerk im Rückbau, unverblendeter Beton auch innen überall, man stolpert hinein ins Haus auf behelfsmäßig hergestellten Wegen. Die vorzeitige Rückeroberung des in Renovierung begriffenen Hauses ist ein Sieg. Doch das Bühnenbild für Büchners Geschichtsdrama ist ein Anspruch, den die Inszenierung kaum ...

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Theater heute November 2019
Rubrik: Starts, Seite 33
von Gerhard Preußer

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