«Reißt euch doch endlich mal zusammen»
Franz Wille «Disko» ist Ihr viertes Stück nach «Und dann» (2013), «Vom Verschwinden vom Vater» (2015) und «Drei sind wir» (2016). Im Gegensatz zu Autor*innen-Kollegen, die zum Teil zwei oder drei Stücke in der Spielzeit verfassen, sind Sie da sehr zurückhaltend. Seit der letzten Uraufführung sind zwei Jahre vergangen. Denken Sie ein, zwei Jahre nach, bevor es an ein neues Projekt geht, oder haben Sie eine eine Kreativpause eingelegt?
Wolfram Höll Eine Mischung.
Bei «Disko» war es eher die Kreativpause in dem Sinn, dass ich etwas anderes ausprobieren wollte als bei meinen vorherigen Texten. Ich war an einen Punkt gekommen, an dem ich nicht beginnen wollte, mich zu wiederholen, andererseits habe ich an diesem Stück jetzt sehr lange geschrieben. Ich war da zwei Jahre lang dran, wenn auch nicht unbedingt tagtäglich. Und ich hatte auch auf jeden Fall nicht per se das Bedürfnis, ein Stück zur Flüchtlingskrise zu schreiben. Das hat sich erst im letzten Jahr aufgedrängt durch alles, was in Sachsen, Dresden und Chemnitz geschehen ist. Auch dadurch hat es noch länger gedauert.
FW Den Entstehungsprozess konnte ich ein bisschen gemeinsam mit dem Verlag verfolgen, der die einzelnen ...
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Theater heute Februar 2019
Rubrik: Das Stück, Seite 38
von Franz Wille
Aalen, Theater der Stadt
16. Macmillan, All das Schöne
R. Jonathan Giele
19. nach Hoffmann, Der goldene Topf
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera
15. Walser, Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel
R. Holk Freytag
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
10. Lund und T. Zaufke, Grimm! Die wirklich wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf
R. Tamara Korbe
Ansbach,...
Es gibt derzeit kaum ein Stück, das in derart simplen Lehren aufzugehen scheint wie «Macbeth» von Shakespeare. «Blut will Blut», wie es in der verdunkelten Fassung von Heiner Müller (aus dem Jahr 1972) heißt. Oder auch: «Himmel und Hölle haben einen Rachen / Mein Tod wird Euch die Welt nicht besser machen.» Allerorten wird gerade die Öffnung dieses Höllenrachens...
Linda Pöppel war im Ensemble des Schauspiels Leipzig, des Frankfurter Schauspiels und ist jetzt am Deutschen Theater Berlin engagiert. Dort hat sie jüngst in Sebastian Hartmanns Inszenierung von «In Stanniolpapier» eine der herausragendsten schauspielerischen Leistungen der Spielzeit geboten. Ein Porträt
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