Personalien TH 10/24
Das Intendant:innenkarussell dreht sich wieder – und das ist eine gute Nachricht. Denn Ensembles sind Verabredungen auf Zeit, nach fünf oder zehn Jahren sind neue Teams nötig für künstlerische Frischluft und andere Begegnungen. Und die jeweiligen Städte/ Kommunen/Regionen möchten dann auch mal wieder andere ästhetische Handschriften kennenlernen als die mittlerweile bereits bekannten Local Heroes.
Zur neuen Spielzeit weht frischer Wind an der Wiener Burg und am Staatstheater Wiesbaden (siehe auch das Gespräch Jahrbuch 2024 von «Theater heute»).
Nach Wien kommen mit dem neuen Burgdirektor Stefan Bachmann und Chefdramaturg Thomas Jonigk u.a. Bruno Cathomas, Jörg Ratjen und Ines Marie Westernströer, vom Münchner Residenztheater stoßen Franziska Hackl, Thiemo Strutzenberger und Michael Wächter dazu, außerdem kehren Caroline Peters und Stefanie Reinsperger ins Burgensemble zurück. In Wiesbaden versuchen die neuen Co-Intendantinnen Beate Heine und Dorothea Hartmann, das nach den Zerwürfnissen unter Vorgänger Uwe Eric Laufenberg tief zerstrittene Haus wieder auf einen gemeinsamen Kurs zu führen. Neu kommen nach Wiesbaden die leitende Schauspieldramaturgin Hannah Stollmayer sowie Emel ...
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Theater heute Oktober 2024
Rubrik: Magazin, Seite 68
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So ist das also mit der AfD in den besserverdienenden Kreisen: Man ist ein erfolgreicher, wenn auch zwielichtiger Rechtsanwalt, der schon als Jugendlicher keine Ausländer mochte, weil sich der gefühlskalte Vater nach dem Tod der Mutter eine Thailänderin ins Haus geholt hat. Später fühlt man sich dann in der coolen Kanzlei zurückgesetzt, weil eine Frau und zwei...
Szenografisch spannt die Inszenierung einen gewaltigen Bogen: Lessings «Nathan der Weise» beginnt in einem poppig-postapokalpytischen «Mad Max»-Mittelalter – und mündet nach gut zwei Stunden in eine Art Reenactment des Gemäldes «Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Bibliothek des Schlosses Nöthnitz» (1874) von Theobald Reinhold von Oer. Dieser Spagat gelingt...
Die Direktion Stefan Bachmanns am Burgtheater beginnt mit Geistern, nur eben alles andere als gespenstisch. Zahlreiche Menschen mit Bettlaken überm Kopf, jeweils zwei kleine Löcher für die Augen, bevölkern drei unterschiedlich große Scheiben, die Katrin Brack auf der Bühne platziert hat. Die wie gezeichnet aussehenden Spukgestalten starren dann also nach vorne und...
