Offenes Haus
Uber den Theaterplatz schallt «Life is but a dream» der amerikanischen Band The Harptones und setzt damit eine erste akustische Duftmarke des Neustarts am Theaterhaus Jena. Auch die Lichter am Bühnenturm strahlen wieder in vollem Glanz. Nachdem das letzte Team unter der künstlerischen Leitung von Lizzy Timmers und dem Markenzeichen des Ensemblerats in der vergangenen Spielzeit nochmal beim Berliner Theatertreffen abgeräumt hat, ist nun ein neues Team am Start.
Es gehört zur DNA des Hauses, dass die Leitung regelmäßig wechselt.
Das Theaterhaus wurde 1991 als ein Laborraum geschaffen, und nun sind es Azeret Koua, Céline Karow, Daniele Szeredy, Josef Bäcker und Lukas Pergande, die über die Versuchsanordnungen bestimmen und ihren ganz eigenen theatralen Freiraum ausgestalten können. Dabei ist ihre Maxime die maximale Offenheit. Es gibt kein Spielzeitmotto und jede Menge Begleitprojekte, um mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. «Wir wollen zwischen Subkultur und Theater wechseln», stellt Daniele Szeredy im Gespräch fest. Dazu gehören auch die Tage der offe -nen Tür, mit denen das neue Leitungsteam und das Ensemble sich ihrem Publikum vorgestellt haben.
Surreale Angstträume
Azeret ...
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Theater heute August-September 2025
Rubrik: Start, Seite 38
von Torben Ibs
Es ist der letzte Streich der Eröffnungsrunde der Schauspiel-Interimsspielstätte auf dem Agra-Messegelände in Leipzig. Dabei verbindet sich Heiner Müllers Landwirtschaftsreformkomödie, die von der Zeit der Landumverteilung 1945 bis zur Kollektivierung 1960 erzählt, ganz organisch mit dem Gelände, auf dem einst Landwirtschaftsmaschinen und Produktionstechniken...
Personen
Achen Frau, in den 30ern bzw. 40ern, illegal eingewandert, lebt in den USA
Kat Frau, in den 30ern, Amerikanerin
Amaka Frau, in den 30ern bzw. 40ern, Freundin von Achen
Chris Mann, in den 40ern, Amerikaner, Achens Crush und späterer Ehemann
Kakye Frau, in den 30ern, früher eine Freundin von Achen, die in den USA studierte
Freie*r Journalist*in mit...
Mangelnden Einsatz kann man Milo Rau nicht vorwerfen.
Auch in seinem zweiten Jahr als Intendant der Wiener Festwochen war der Schweizer Regisseur omnipräsent. Er brachte zwei Inszenierungen und eine Leseaufführung zur Premiere und war auch an einer Diskursreihe federführend beteiligt. Damit nicht genug: Rau versteht es wie kein Intendant vor ihm, die Festwochen...
