In Partylaune
Es ist eine sehr amerikanische Geschichte um Geld, Macht und natürlich Liebe. «The Great Gatsby» von F. Scott Fitzgerald, mittlerweile fast 100 Jahre alt, bietet sich auch oder gerade heute an, da die 1920er gerade wieder popkulturell erschlossen werden. In Cottbus hat Philipp Rosendahl, seit dieser Spielzeit zusammen mit Armin Petras und Franziska Benack (beim «Gatsby» auch Dramaturgin) Teil der Schauspieldirektion am Staatstheater, eine eigene Fassung erstellt, die neben dem Roman auf Lyrik von Ocean Young und Musik von Thorsten Drücker zurückgreift.
Letzterer hat nicht nur (zusammen mit Rosendahl) 17 eigene Songs beigesteuert, sondern auch neue Arrangements geschaffen und steht als Ein-Mann-Band mit Gitarre, Schlagzeug und Synthesizer auch selbst auf der Bühne in der Theaterscheune Ströbitz.
Der Spielort ist ein ehemaliges Ausflugslokal und bereits seit 1993 Spielort für eher unterhaltungsorientierte Produktionen. Um die Goldenen Zwanziger wieder auferstehen zu lassen, sicher nicht der unpassendste Ort, sind doch die legendären Partys, die der Emporkömmling Gatsby gibt, um seine vor Jahren verlorene Liebe Daisy aus den Händen des Multimillionärs Buchanon zurückzuerobern, eine ...
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Theater heute März 2023
Rubrik: Chronik, Seite 54
von Torben Ibs
Saioa Alvarez Ruiz, 32, sitzt nach 2 Stunden, 40 Minuten Tanzen, Strippen und Schwimmen in «Ophelia’s Got Talent» im Foyer der Berliner Volksbühne und wirkt so energiegeladen, als wäre sie gerade erst aufgestanden.
Anna Fastabend Wie geht es Ihnen, Frau Alvarez?
Saioa Alvarez Ruiz Gut. Ich bin glücklich und wieder warm nach der heißen Dusche, die sehr nötig war.
Wenn Menschen Kinder kriegen, werden sie zu Schriftstellern. Kinder mögen es, wenn man ihnen beim Zubettgehen eine Geschichte erzählt, oft verlangen sie sogar danach. Bei den Geschichten, die sich Mütter und Väter im Kinderzimmer so ausdenken, handelt es sich in der Regel um Gebrauchsliteratur ohne besondere ästhetische Ansprüche und mit klar definiertem Zweck:...
Beinahe wäre ich Intendantin vom Thalia Theater geworden. Man spricht in unserer Branche ja nicht gerne übers Verlieren. Beinahe etwas werden bedeutet ja, es nicht geworden zu sein. Es ist also bedeutungslos, aber in diesem Fall doch bemerkenswert. Bemerkenswert deshalb, weil eine Frau die neue Intendantin des Thalia Theaters geworden ist. Zum ersten Mal in der...
