Im Zeichen der lila Wolke
Das Programmbuch – ein Wälzer von 260 Seiten. Damit ist klar: Mancher wird da wirklich etwas finden, doch vieles bleibt bloß Deko, Füllsel fürs pralle Brimborium. Und wirklich: Das «Malta Festival» im nachbarlichen Posen – auf halber Strecke zwischen Berlin und Warschau – ist ein Riesenstadtfest; mehr als 200 Veranstaltungen in nur neun Tagen. Mit so ziemlich allem, was die performative Szene drauf hat.
Eine geballte Ladung Theater, Tanz, Film, Artistik, Bildende Kunst, Varieté, Kabarett, Musik, Konzert (Charlotte Gainsbourg) – drinnen im klassischen Guckkasten oder in Einkaufszentren, Zelten, Klubs und
natürlich draußen in Fußgängerzonen, auf Brücken und, und das vor allem, auf den vielen großen Plätzen der Stadt, deren kostbares historisches Zentrum deutlich für das steht, was wir mit altem Europa meinen.
Die Party brummt
Der Kontrast dazu im Straßentunnel: Michal Gorczynski mit seinen «Posener Notizen», einer Imitation der Geräusche über ihm auf dem Verkehrsknotenpunkt Rondo Kaponiera. Oder das polnische Duo Anna Czarnota & Mika Grochowska in einem still gelegten Stadion am Stadtrand, wo Posen nicht feines altes Europa, sondern wilder verwegener Osten ist zwischen ...
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Fernsehen
Freitag, 1.
13.00, Theaterkanal: Kazuo Ohno – Ich tanze ins Licht – ein Film (2004) von Peter Sempel
15.00, 3sat: Der Zimmerspringbrunnen – Spielfilm (2001) nach dem Roman von Jens Sparschuh, mit Götz Schubert, Gustav Peter Wöhler, Hermann Lause u.a., Regie Peter Timm
16.20, Theaterkanal: Die Möwe – von Tschechow, mit Lola Müthel, Hermann Lause,...
Plötzlich konnte es gar nicht schnell genug gehen. Am 14. September ließ Friedrich Schirmer mitteilen, dass er seinen Vertrag als Intendant des Deutschen Schauspielhauses Hamburg zum 30. September auflösen wolle. Als Begründung führte er die angebliche Unterfinanzierung des Theaters an und eine Etatkürzung um 330.000 Euro, die allerdings schon im November 2009...
Haben Sie sich schon überlegt, wie die Zukunft des Theaters aussehen wird? Das ist die große Frage, mit der ich mich heute beschäftigen möchte. Und jemand, der sich darüber schon Gedanken gemacht hat, war ein ganz bekannter Physiker, der nannte sich John Richard Gott der III. (der heißt tatsächlich so), und er hat nicht nur die Zukunft des Theaters sich sozusagen...
