Die Zukunft des Theaters

Wie lange soll das noch weitergehen mit dem Theater? Beim Fest zum 50. Geburtstag von «Theater heute» im Berliner Schiller Theater haben sich darüber viele Gedanken gemacht, am präzisesten Fabian Hinrichs

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Haben Sie sich schon überlegt, wie die Zukunft des Theaters aussehen wird? Das ist die große Frage, mit der ich mich heute beschäftigen möchte. Und jemand, der sich darüber schon Gedanken gemacht hat, war ein ganz bekannter Physiker, der nannte sich John Richard Gott der III. (der heißt tatsächlich so), und er hat nicht nur die Zukunft des Theaters sich sozusagen ausgedacht, er hat bewiesen, dass es das Theater nicht ewig geben wird. Er hat gezeigt, es wird irgendwann einmal ein Ende haben.

Und Sie können sich vorstellen, als das 1993 wirklich so war, hat sich die ganze Wissenschaft darüber aufgeregt, denn sie hat gesagt, es kann ja nicht sein, dass ein Wissenschaftler das Ende des Theaters berechnen kann, denn: Es muss ja irgendetwas stattfinden, dass das Theater nicht mehr weiterleben kann, man kann nicht wissen, was die Zukunft bringt. Und trotzdem, Sie werden es gleich sehen, man kann tatächlich das Ende des Theaters berechnen, und dieser John Richard Gott der III. hat das geschafft, im Jahre 1993. Schauen wir uns also mal an, wie man das Ende des Theaters berechnen kann, und Sie werden gleich sehen, es ist sehr, sehr einfach. Und: Alles was ich Ihnen jetzt sagen werde, ist ...

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Theater heute Oktober 2010
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Fabian Hinrichs

Vergriffen
Weitere Beiträge
Theater in TV und Hörfunk

Fernsehen

 

Freitag, 1.

13.00, Theaterkanal: Kazuo Ohno – Ich tanze ins Licht – ein Film (2004) von Peter Sempel 
 

15.00, 3sat: Der Zimmerspringbrunnen – Spielfilm (2001) nach dem Roman von Jens Sparschuh, mit Götz Schubert, Gustav Peter Wöhler, Hermann Lause u.a., Regie Peter Timm


16.20, Theaterkanal: Die Möwe ­– von Tschechow, mit Lola Müthel, Hermann Lause,...

Kopfgeburt

Seht euch diese Augen an, riesige Puppen­augen, die schläfrig, mild und traurig in die Welt blicken. Sie schauen aus riesigen Schwellköpfen, die die Figuren aus Lukas Linders «Die Trägheit» tragen, so dass der Rest ihres Körpers unverhältnismäßig klein und putzig wirkt, wenn sie etwa mit den Händen in die Luft greifen oder die Beinchen regen. Menschen am Rande des...

In Watte gepackt

Umgekippte Autos steigen direkt aus der französischen Geschichte zu uns herauf. Das Foto eines auf dem Kopf liegenden Renault Dauphin gehört zu den Symbolen des Mai 68. Menschen konnten damals, so will es zumindest ein heute verbreiteter Mythos, ein letztes Mal ihre Geschichte in die Hand nehmen. Sie taten das, indem sie den Dauphin, das Auto des kleinen Mannes,...