«Ich hoffe, dass ich unerklärliche Dinge zustande bringen kann»
Karin Cerny Florentina, wie ist es dir beim Apnoetauchen ergangen?
Forentina Holzinger Wir haben für «Ophelia’s Got Talent» statische Apnoe trainiert. Ich habe einen niedrigen Blutdruck, deshalb ist es mir von Anfang an leichtgefallen, mich zu entspannen und das System runterzufahren.
Cerny Man würde annehmen, du wärst der energetische Typ.
Holzinger Ich bin ein Kaffeejunkie, sonst würde ich ewig nicht aus dem Bett kommen.
Weil ich relativ gechillt bin, werde ich aber auch keine Burnout-Patientin – hoffe ich zumindest.
Cerny Wie ist die Idee entstanden, eine Show zum Thema Wasser zu machen?
Holzinger Das stand seit 20 Jahren auf meiner To-do-Liste, obwohl Wasser der Albtraum jedes Theaters ist. Technik und Wasser vertragen sich nicht, das Gewicht von Wasser ist immens. Der erste Schritt war, das Element rein körperlich zu erforschen, uns mit Tauchen, Schwimmen, Apnoe auseinanderzusetzen. Wahrscheinlich lag es an der Berliner Volksbühne, einem der bekanntesten deutschen Sprechtheater, dass ich Lust darauf hatte, mich dezidiert mit Goethe, Schiller und der Romantik auseinanderzusetzen, die sich ja obsessiv Halb- und Fabelwesen wie Melusinen und Undinen widmeten. Unser Ansatz war, ...
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Theater heute Jahrbuch 2023
Rubrik: Höhepunkte der Spielzeit, Seite 102
von Karin Cerny
Begleitet wird er von Aron, einem jungen Mann, den die Universität ihm zur Seite stellt, und Geistern der Vergangenheit. Durch sie werden Oberflächen der Gegenwart durchlässig, entstehen Verbindungen zu tiefer liegenden kol -lektiven Erfahrungen und Gefühlen. Der vielstimmige Monolog verbindet deutsche Historie, Familiengeschichte und Alltagserlebnisse. Und er...
Amir Gudarzi kritisiert das verbreitete Bedürfnis, seine Werke mit der Herkunft ihres Autors erklären zu wollen und die Nationalitäten, die ihm daraufhin zugeschrieben werden: «der iranische Dramatiker», «der iranisch-österreichische Autor», «der talentierte Exildramatiker», «der Exil-Iraner», «der österreichische Autor». Tatsächlich gibt es kaum etwas, das weniger...
Jetzt hat er ihn endgültig überholt, den verehrten Burgtheater-Kollegen Gert Voss: Zum dritten Mal und damit öfter als jeder andere Schauspieler seit 1989 ist Joachim Meyerhoff Schauspieler des Jahres, im Alleingang – das schaffte Gert Voss nur einmal, 1990. ’92 und ’98 teilte er sich die Ehre mit dem – von Meyerhoff nicht weniger verehrten – Ignaz Kirchner.
Natürl...
