Gemeinschaft im Schrecken
Besonders ausgeprägte Feierstimmung herrscht nicht bei der Eröffnung des Internationalen Sommerfestivals im Hamburger Produktionshaus Kampnagel. Kurz vor Festivalstart wurde bekannt, dass die Bundesregierung den Etat des Fonds Darstellende Künste im künftigen Haushalt um 46 Prozent kürzen wolle, was insbesondere das Bündnis Internationaler Produktionshäuser – und damit deren größtes Mitglied Kampnagel – empfindlich treffen würde (s. auch S. 44 ff. in diesem Heft).
«Mit Einstellung der Förderung werden die sieben im Bündnis zusammengeschlossenen Theaterhäuser ihre Arbeit miteinander und ihre gemeinsamen Projekte und Initiativen (…) nicht fortführen können», betonte dieses in einer Protestnote, während unter anderem das rechtspopulistische Blog «Ruhrbarone» frohlockte, dass die Mittelkürzung die Quittung sei für eine Nähe des Bündnisses zur in Teilen antisemitischen BDS-Bewegung.
Der Vorwurf ist wenig kunstsinnig, ganz falsch ist er freilich nicht – insbesondere Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard erwies sich in ihrer Abgrenzung vom Antisemitismus zuletzt manchmal als ungeschickt, und gerade das Internationale Sommerfestival mit seinem Schwerpunkt auf eine Einladungspolitik ...
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Theater heute Oktober 2024
Rubrik: Festivals, Seite 32
von Falk Schreiber
Das Angebot kam per Brief: in ein Museum bei Nacht einsteigen, mit der Taschenlampe durch dessen dunkle Räume gehen. Alleine, aber beobachtet von Sicherheitskräften. Sich umzudrehen und die Sicherheitskräfte zu beobachten, ist verboten. Wer das Verbot übertritt, beendet damit schlagartig die Performance-Installation.
Und hier stehe ich nun vor einer Seitentür des...
AALEN, THEATER
3. Shakespeare, Hamlet
R. Tina Brüggemann
AACHEN, THEATER
19. Colectivo Yama nach Purcell und Dryden, The Indian Queens
R. Carlina Derks Bustamante und Daniel Cremer
AACHEN, DAS DA THEATER
3. nach Abuelaish, Ich werde nicht hassen
R. Ernst Konarek
ANNABERG-BUCHHOLZ, ERZGEBIRGISCHE THEATER
6. Schneider, Rattenkinder
R. Asia Schreiter (Junges Theater)
...
So ist das also mit der AfD in den besserverdienenden Kreisen: Man ist ein erfolgreicher, wenn auch zwielichtiger Rechtsanwalt, der schon als Jugendlicher keine Ausländer mochte, weil sich der gefühlskalte Vater nach dem Tod der Mutter eine Thailänderin ins Haus geholt hat. Später fühlt man sich dann in der coolen Kanzlei zurückgesetzt, weil eine Frau und zwei...
