Gemeinschaft im Schrecken

Avantgarde unter Beschuss: Eindrücke vom Internationalen Sommerfestival in Hamburg

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Besonders ausgeprägte Feierstimmung herrscht nicht bei der Eröffnung des Internationalen Sommerfestivals im Hamburger Produktionshaus Kampnagel. Kurz vor Festivalstart wurde bekannt, dass die Bundesregierung den Etat des Fonds Darstellende Künste im künftigen Haushalt um 46 Prozent kürzen wolle, was insbesondere das Bündnis Internationaler Produktionshäuser – und damit deren größtes Mitglied Kampnagel – empfindlich treffen würde (s. auch S. 44 ff. in diesem Heft).

«Mit Einstellung der Förderung werden die sieben im Bündnis zusammengeschlossenen Theaterhäuser ihre Arbeit miteinander und ihre gemeinsamen Projekte und Initiativen (…) nicht fortführen können», betonte dieses in einer Protestnote, während unter anderem das rechtspopulistische Blog «Ruhrbarone» frohlockte, dass die Mittelkürzung die Quittung sei für eine Nähe des Bündnisses zur in Teilen antisemitischen BDS-Bewegung.

Der Vorwurf ist wenig kunstsinnig, ganz falsch ist er freilich nicht – insbesondere Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard erwies sich in ihrer Abgrenzung vom Antisemitismus zuletzt manchmal als ungeschickt, und gerade das Internationale Sommerfestival mit seinem Schwerpunkt auf eine Einladungspolitik ...

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Theater heute Oktober 2024
Rubrik: Festivals, Seite 32
von Falk Schreiber

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