Endlich wieder stattfinden!

Haiko Pfost fragt sich, wann die Lehren aus dem Lockdown angewandt werden

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Viel hatte die Freie Szene sich vorgenommen nach dem ersten Schock der Pandemie. Ansätze für strukturelle Veränderungen hatte es schon vorher gegeben. Die Missstände waren seit Langem bekannt und die Konzepte, um sie zu bearbeiten, lagen schon in den Schubladen. Nun sollten sie endlich auch umgesetzt werden. Ein Wendepunkt? 

Darauf haben wir auch bei den Impulsen gehofft und bereits im April 2020 mit der Arbeit an dem Buch «Lernen aus dem Lockdown?» begonnen, das im Oktober desselben Jahres erschienen ist.

Bewusst haben wir die Hoffnung auf ein Lernen mit einem Frage -zeichen versehen. Zunächst schien sie sich zu erfüllen, zumindest was den langgehegten Wunsch anging, den Produktionsdruck zu lindern und die Künstler:innen wirtschaftlich besser abzusichern: Fleißig entwickelten die Förderer neue Programme, fleißig stellten die Künstler:innen ihre Anträge. Langfristiges Produzieren sollte ermöglicht werden, Nachhaltigkeit – nicht nur im ökologischen Sinne – ein zentrales Anliegen neuer Förderprogramme werden. Das wurde in vielen Fällen auch umgesetzt. 

Doch kaum war eine Art von pandemischem Normalzustand eingetreten, gab es kein Halten mehr. Verständlicherweise wollten die ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Transformation, Seite 83
von Haiko Pfost

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