Hoiotoha, hoiotoho, here we go, here we go!

Caren Jeß «Die Walküren»

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Hier bleibt alles, wie’s ist: Das heißt, es wird schlimmer …», stellt Caren Jeß ihrem Stück im Prolog voran. «Die Walküren» – bei ihr, die das Stück aus dem Chor der neun mythologischen Wesen heraus denkt, explizit im Plural – nimmt deutlich Bezug auf Richard Wagners fast gleichnamiges Musikdrama und ist doch mehr als eine Überschreibung. Jeß potenziert den Stoff, überhöht ihn ins Groteske und lenkt den Fokus sanft, aber bestimmt auf die weiblichen Figuren.

Handlungsstränge, Konstellationen und Motive des Librettos behält sie durchaus bei, umspielt sie aber fantasievoll, beziehungsweise hat, so in einer frühen Fassung des Prologs, die Figuren «so lange gekitzelt, bis sie die Wahrheit performten». 

Der Auftrag zur dramatischen Auseinandersetzung mit Wagners Werk steht im Kontext eines spartenübergreifenden «Ring»-Projekts am Staatstheater Braunschweig. «Ausweitung des Ringgebiets» begegnet der Idee des «Universalgenies» mit der Exzellenz von Kollektiven, sucht weniger nach der Synthese der Künste im Gesamtkunstwerk, denn nach Gebrochenheit und Heterogenität als Modell einer Gesellschaft in Transformation. 

Caren Jeß, deren Stück als Schauspiel mit Beteiligung von Musiker:innen im ...

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Theater heute Jahrbuch 2022
Rubrik: Neue Stücke, Seite 152
von Katharina Gerschler

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