Einstürzende Altbauten

Sanierungsnotstand und Etatkürzungen bedrohen die Theater, nicht nur in Wuppertal

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Als das Schiller-Theater in Berlin 1993 geschlossen wurde, da hatte das noch irgend­wie Stil. Da waren Empörung und Pro­test bundesweit: Da ging es darum, dass wegen fehlender oder falsch verteilter schnöder Finanzen ein traditionsreiches Haus und die Hochkultur überhaupt geschleift wurde. 
 

Heute ist das anders. Dabei geht es nicht um ein einziges, es geht um eine ganze Reihe von Thea­tern, denen eine ungewisse Zukunft bevorsteht. Kleinere, «unbedeutendere» Häuser als das ehrwürdige «Schiller», draußen im Land irgendwo.

Der Protest hält sich freilich in Grenzen, denn als Argument für Mittelkürzungen und mögliche Schließung dient den geldgebenden Kommunen allem voran die «Krise», die sie in den nächsten Jahren voll erwischen wird. Wer kann dazu schon lauthals und kulturkritisch «Nein!» sagen? 
 

Baufällige Bühnen

Schön verteilt über die so einzigartige deutsche Theater-Landschaft stehen aber auch Häuser, die neben Etatproblemen noch ganz andere, sehr viel augenfälligere Sorgen haben. Ihr baulicher Zustand ist marode, sie gelten als sicherheitsgefährdend, manche drohen sich bereits selber aufzulösen. Passiert aufgrund dieser Mängel auch nur das kleinste Unglück, dann muss solch ein ...

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Theater heute Januar 2010
Rubrik: Spardebatte, Seite 44
von Bernd Noack

Vergriffen
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