Es wird herrlich werden
Berlin, 5. Stock VH, DG, meine Wohnung, 07.12.2009, es regnet: Ach, vor Vergangenem habe ich aus vielerlei Gründen große Furcht und begegne hochkommenden Erinnerungen ganz so, wie es missratenen Romanen und plumpen Lügengeschichten gebührt: mit grimmig verachtender Überheblichkeit. Deswegen: Die bemerkenswertesten, wunderbarsten Proben bisher?
Die KOMMEN JETZT, JETZT, HIER, HEUTE, also am 07.12. fangen meine wunderbarsten, bemerkenswertesten Proben an, mit Sicherheit. Mit René (Pollesch, Anm. d. Red.). Zu zweit, er und ich. Es wird herrlich werden, bestimmt.
Es wird so werden, wie es noch nie war, im besten Sinne, bestimmt. Er erfindet sich – obwohl das gar nicht nötig wäre – aller Wahrscheinlichkeit nach neu, ich – und das ist höchste Eisenbahn – erfinde mich neu,WIR erfinden uns neu; überhaupt: Es wird ein VITALES WIR entstehen, das gab es zwar noch nie, zu keinem Zeitpunkt, bei niemandem, aber diese zweite Reformation wird es möglich machen. Das kann nicht schiefgehen. Was soll da schiefgehen? Ich werde schon nicht krank. Und: Ich habe bereits, heimlich, um ihn zu überraschen, 5.000 Seiten Text gelernt (Schrifttyp Courier New, René erträgt keinen anderen Schrift-Typ!) Jene ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
CDU-Politprofi Bernd Neumann aus Bremen hat erreicht, was keinem seiner Vorgänger vergönnt war: eine zweite Spielzeit als Staatsminister für Kultur. Amtserfinder Michael Naumann setzte sich unter Kanzler Schröder schon nach zwei Jahren ab, seinem Nachfolger Julian Nida-Rümelin war nach ebenfalls zwei Jahren seine Professur wichtiger, und Christina Weiss musste 2005...
Im Probenraum trifft Arbeit auf Kunst. Dieser Ort ist meistens leidlich beheizt, unaufgeräumt und befindet sich in einem Industriegebiet am Rande der Stadt. Die Theaterleute fahren dort hin, nicht morgens um 7.00 Uhr, sondern gegen 10.00 Uhr oder etwas später, wie seinerzeit die Arbeiter, die dort Maschinen gewartet, Autos gebaut und das Bruttosozialprodukt...
Er hatte sich mal wieder gründlich und vermutlich genussvoll im Ton vergriffen, Berlins Lieblings-Buhmann. Als Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin im Oktoberheft von «Lettre international» Berlin eine düstere Zukunft prognostizierte, wenn die Stadt sich nicht schnell und rabiat der Integrationsprobleme insbesondere türkischer und arabischer Zuwanderer annehme, hatte...
