Eine Wette auf die Zukunft
Esther Boldt Was war Ihnen bei der Konzeption des diesjährigen Schauspielschultreffens wichtig?
Werner Wölbern Die Struktur des Schauspielschultreffens ist seit vielen Jahren festgelegt. Es gibt immer den Wettbewerb, bei dem die beteiligten Schulen eine jeweils 60-minütige Arbeit zeigen. Darüber hinaus findet ein Off-Programm statt, bei dem die Schulen den Studierenden ermöglichen, eigene Formate zu zeigen.
Uns war es für das diesjährige Treffen wichtig, den Schwerpunkt auf den Austausch zu legen, darauf, dass die Studierenden und die Lehrenden untereinander ins Gespräch kommen. Ich bin jetzt seit 16 Jahren an der HfMDK, und in den ersten Jahren waren die Treffen viel stärker auf Konkurrenz angelegt. Das hat sich sehr gewandelt. Es gibt mehr Miteinander, mehr Neugier und Interesse daran, wie es die anderen machen.
Martin Nachbar Es finden auch Feedback-Runden zu den Wettbewerbsbeiträgen statt. Und wir diskutieren über die Diversifizierung von Lehrpersonal, weil die Studierenden zwar diverser werden, die meisten von uns aber in Zeiten unbefristet eingestellt wurden, in denen man das noch nicht so reflektiert hat. Wir sind eine relativ homogene, weiße Mittelschichts-Gruppe. Und das ...
WERNER WÖLBERN, geb. 1961, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Essener Folkwang-Schule. Er war Ensemblemitglied u.a. am Hamburger Thalia Theater und des Wiener Burgtheaters, seit 2008 arbeitet er selbständig an verschiedenen Bühnen und ist Professor für Rollen-/Szenenstudium an der HfMDK Frankfurt/M.
MARTIN NACHBAR, geb. 1971, ist Choreograf, Tänzer, Autor und Kurator, dessen Arbeiten von 2007 bis 2019 regelmäßig an den Berliner Sophiensaelen gezeigt wurden. Er ist Mitbegründer des Berliner FELD Theaters für junges Publikum. Seit 2020 lehrt er als Professor für Szenische Körperarbeit/Creative Senses an der Schauspielabteilung der HfMDK in Frankfurt/M.
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Theater heute November 2024
Rubrik: Akteure, Seite 50
von
AALEN, THEATER
17. Ende, Momo
R. Tonio Kleinknecht
23. von Kürthy, Mondscheintarif
R. Julius Max Ferstl
AACHEN, DAS DA THEATER
1. Hollendieck, Karaoke für zwei
R. Maren Dupont
14. Strauch, #DieWelle24
R. Tom Hirtz
AACHEN, THEATER
15. Maeterlinck, Der blaue Vogel
R. Helga Lázár
16. nach Poe, Der Untergang des Hauses Usher
R. Wilke Weermann
ALTENBURG/GERA, THEATER
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In Frau Yamamotos Haus gibt es viele Wohnungen. Auf Florian Lösches Bühne im Zürcher Pfauen könnten sie in Japan liegen, so filigran muten die sich verschiebenden, sich hebenden und senkenden Transparent -folien an, in denen sich der Raum in ständiger Bewegung strukturiert. Oder aber in Italien, so eisdielenbunt sind die Farben der Folien, so kontrastreich und...
Manchmal wünscht man es sich heimlich – einfach mal Komplexität reduzieren, einfach mal einfach denken: ja / nein, schwarz / weiß, scharf / mild (doch da fängt es schon an mit der Unschärferelation des Wortsinns: scharf / stumpf, scharf / verschwommen sind natürlich auch denkbare Kontrastpaare, die allesamt im neuen Stück von Nele Stuhler vorkommen). Alles auf...
