Ein Wald voll Grauen
Denn Kunst und Sinnen hat Schmerzen / Gekostet von Anbeginn.» Kann ich noch auswendig, von früher. Steht in einem Turmgedicht, von Hölderlin. Die Kunst von gestern heißt ja heute Kunstkunst, so wie man Tanztanz sagt, wenn man über Tanz mit synchronen Bewegungen sprechen will, über Tanztheater, Ballett oder sonstwas Virtuoses. In meiner Erinnerung opferte man sich für die Kunstkunst noch vorbehaltlos auf, leidenschaftlich und lückenlos.
Stellte das eigene Leben, Empfinden, Bedürfen, mitunter sogar die eigene Würde hintan und in den Dienst der Sache, der Kunst, des Kunstkünstlers (oder weit seltener: der Kunstkünstlerin). Privat war bourgeois, intim wurde es vor allem vor allen anderen, und bestenfalls ging’s an Eingemachte. So peinvoll, demütigend und finster war es noch bis Ende des 20. Jahrhunderts. Auf Einzelschicksale konnte da beileibe keine Rücksicht genommen werden.
Als ich vor einigen Jahren Intendant wurde, waren solche Zeiten freilich längst vorbei – zumindest in fortschrittlichen Institutionen wie dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, wo ich arbeite. Ich erhielt Bewerbungen, in denen oft schon im ersten Absatz auf die Relevanz einer angemessenen Work-Life-Balance ...
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Und stockt kurz sie, die Wutentbrannte, stockt, um ihrem Gegenüber die schlimmste Beschimpfung an den Kopf zu werfen, die ihr einfallen konnte: «Du Künstler!», krächzt die aufgebrachte Passantin Christoph Schlingensief bei der Aktion «Ausländer raus!» entgegen. Mittlerweile ist es fast 20 Jahre her, dass Schlingensief mit seinen Containern vor der Wiener Staatsoper...
Sind Sie verzweifelt oder hegen suizidale Gedanken oder stellen diese bei Bekannten fest, wenden Sie sich bitte an Menschen, die dafür ausgebildet sind.»
Wenn wir Google oder eine andere Maschine mit der Suche nach Suizid, Selbstmord oder Freitod beauftragen, stoßen wir am Ende der vorgeschlagenen Seiten immer wieder auf Aufforderungen dieser Art. Es folgen...
B
Clare Barron
Dance Nation (Schauspiel Hannover)
Sarah Berthiaume
Nyotaimori (Theater Osnabrück)
Alice Birch
Anatomie eines Suizids (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)
Frederik Brattberg
Wieder da (Schauspiel Frankfurt)
C
Mustafa Can
Die Farbe des Morgens an der Front (Theater Paderborn)
Ebru Nihan Celkan
Last Park Standing (Schauspiel Stuttgart)
Tim Crouch
Ich, Malvolio...
