Ein Schnaps danach
Das Thalia Theater hatte mich gebeten, für Helmut Schmidt ein Stück zu spielen. Ganz privat, in seinem Haus in Langenhorn. «Welches Stück? In was für einem Raum?», fragte ich. «Eines von deinen Solo-Programmen. In seinem Wohnzimmer. Dreißig Minuten Zeit für die Einrichtung.» Gut, dachte ich, dann machen wir «Amerika» von Kafka.
Das Vorhaben schien unwirklich, doch am letzten Freitag im Januar hat es sich dann ereignet. Treffpunkt Thalia Theater.
Hanns, mein Ton- und Lichtmeister, der Verwaltungsdirektor des Theaters und ich packen eine kleine Auswahl von Utensilien zusammen und fahren los.
Das Navigationssystem diktiert den Weg Richtung Langenhorn, hinaus aus dem verschneiten kalten Hamburg. Die einfache, unaufgeregte Architektur der Siedlung wirkt irgendwie beruhigend. Ein freundlicher Sicherheitsbeamte öffnet uns die Türe. Wir betreten eine andere Welt. Viel Teppich, viele Bücher, viele Bilder. Kaum Platz für Theater.
«Sie dürfen hier nichts verändern, kein Stromkabel darf umgesteckt werden.» Ganz will ich mich nicht daran halten, irgendwo zwischen all den Möbeln und Lampen muss ein kleines Fleckchen Platz für Karl Roßmanns Reise nach Amerika geschaffen werden. Vorsichtig ...
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Theater heute März 2012
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Philipp Hochmair
3./Samstag
20.15 3sat: Kinder der Sonne von Maxim Gorki, mit Ulrich Matthes, Nina Hoss, Alexander Khuon, Katharina Schüttler, Sven Lehmann u.a., Regie Stephan Kimmig. Aufzeichnung aus dem Deutschen Theater Berlin 2010 (vgl. TH 12/10)
12./Montag
20.15 arte: Die Sonnensucher Spielfilm (1958) von Konrad Wolf,
mit Erwin Geschonneck u.a.
0.15 arte: Bambule Fernsehfilm...
Aachen, Grenzlandtheater
8. Mädge, Im Stillen
R. Uwe Brandt
Aachen, Theater
10. Williams, Die Katze auf dem
heißen Blechdach
R. Ludger Engels
Aalen, Theater der Stadt
1. Cunillé, Nach mir die Sintflut (DE)
R. Jürgen Bosse
Altenburg/Gera, TPT
4. Shakespeare, Hamlet
R. Tilman Gersch
Anklam, Vorpommersche Landesbühne
3. Annel/Puppe,
FKK – Freches Küstenkabarett
R. Thomas Puppe
Ascha...
Ja, die Zeit. Sie ist schon ein bisschen stur, wie sie so unverdrossen immer nur in eine Richtung voranschreitet und gar keine Wiederholung zulässt. So lautet der Tenor von Elfriede Jelineks Stück, das sich einmal mehr als widerständige Textmasse gibt, sich auf Schuberts «Winterreise» bezieht und ein Triptychon mit persönlichen Tönen ist: Zuerst geht es um die Zeit...
