Die Spieler des Jahres
Der Faust war sein Schicksal: Sebastian Rudolph ist mit überragender
Stimmenzahl der Schauspieler des Jahres!
Bei den Schauspielerinnen dagegen ein knappes Finish: Die glorreichen Fünf, knapp angeführt von Sophie Rois, mit demutsvollen Texten ihrer dankbaren Regisseure: Herbert Fritsch bejubelt die Schauspielerin des Jahres, Michael Thalheimer verehrt Constanze Becker, Johan Simons preist Sandra Hüller, Karin Henkel rühmt Jana Schulz und Martin Kusej hält eine Rede auf Bibiana Beglau.
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Theater heute Jahrbuch 2012
Rubrik: , Seite 78
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Vor fast hundert Jahren – und damit lange vor Artaud – hatte der russische Theateravantgardist Nikolai Jewreinow das Theater mit dem Schafott verglichen. Er träumte von einer Theatralisierung des Lebens und sah in Napoleon den größten Regisseur aller Zeiten. In seinem Kabarett «Der Zerrspiegel» bereitete er dem damaligen Theater symbolisch das Schafott, indem er...
Drei junge Frauen entwerfen einen radikalen Glücksplan für die Gesellschaft, geraten bei der Umsetzung in die Fallstricke des Systems und fahren ihre Mission mit Vollgas gegen die Wand.
Laura Naumann erzählt die Geschichte vom Ende her: Die Figuren sind tot und rekapitulieren von einem nicht weiter konkretisierten Ort aus die beste Geschichte ihres Lebens, ihres...
Die Steigerung von Mutter ist jüdische Mutter, und die Steigerung von Muttersprache ist Mameloschn, das Jiddische. Mit beidem setzt sich Marianna Salzmann in ihrem Stück «Muttersprache Mameloschn» auseinander: mit der Mutter als Problem und dem Jiddischen als Erbe, das für ihre jüngste Figur Rahel eher eine Großmuttersprache ist, die es wiederzuentdecken und neu...
