Das andere Dresden
Das Gesicht spärlich beleuchtet, steht Wojtek Ziemilski mit gesenktem Blick und liest rhythmisch-monoton vom Blatt. Nur vom Ellenbogen bis zum Scheitel im sonst dunklen Raum sichtbar, wird bald deutlich: Nicht Körperlichkeit oder Performerhaltung sind an diesem Abend die ästhetischen Mittel, mit denen die Lecture-Performance «Small Narrations» dem Publikum im Gedächtnis bleiben wird. Auf der Leinwand hinter ihm erscheint in raumgreifender Größe ein Vorname.
Ziemilski fragt: «Was steckt in einem Namen? Nationalität? Identität? Persönlichkeit?» Die Projektion hinter ihm zeigt erst kurze Satzfetzen und Fragen, dann den Artikel einer Fachzeitschrift und später zahlreiche Schlagzeilen von Zeitungsausschnitten. Im Laufe seines Lebens hat Wojtek den vom Großvater übernommenen Vornamen einige Male geändert. Geboren in Polen, zur Schule gegangen in den USA, studiert in Portugal – immer wieder setzt er an und beginnt die Erzählung seiner Geschichte von Neuem.
«Es beginnt, als dein Großvater dir das Tauchen beibringt. Es beginnt, als du morgens aufwachst und sich unerwarteter Weise nichts verändert hat. Es beginnt, als du erfahren hast, dass dein Großvater ein Agent des kommunistischen ...
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Theater heute Mai 2019
Rubrik: Freie Szene, Seite 58
von Carolin Gerlach
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25. McKeever, Danach
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Aachen, Theater
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R. Ruth Messing
10. Haidle, Für immer schön
R. Malte C. Lachmann
11. Horváth, Kasimir und Karoline
R. Michael Helle
Altenburg/Gera, TPT
12. Kressin, Als der Herzog über den Herzog herzog (U)
R. Caro Thum
Augsburg, Sensemble Theater
4. Seidel, Frankenstein unlimited (U)
R....
